(CONNECT) Bei der Migros stehen historische Veränderungen an: Die Verwaltungen des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) und der zehn regionalen Migros-Genossenschaften haben einstimmig beschlossen, die Migros künftig als Gruppengenossenschaft aufzustellen. Die neue Organisationsform wird dabei als Dach der gesamten Migros-Gruppe mit ihren sieben Geschäftseinheiten fungieren. Das schweizweite Supermarktgeschäft soll künftig unter einer Leitung gebündelt werden. Die neue Organisationsform soll sicherstellen, dass die Migros langfristig erfolgreich bleibt, erläutert die Detailhandelsgruppe in einer entsprechenden Mitteilung.
„Wir wollen die Migros wieder agiler, attraktiver und leistungsfähiger machen – zum Nutzen aller und im festen Fundament unserer genossenschaftlichen Werte“, wird Ursula Nold, Präsidentin des MGB, in der Mitteilung zitiert. Die anstehenden Veränderungen betreffen vorwiegend das Management und sollen schrittweise vorgenommen werden. Für die Mitarbeitenden auf den Verkaufsflächen und die Kundschaft ändert sich nicht. Das kulturelle und soziale Engagement wird weitergeführt.
Auch die Regionalität soll weiterhin zu den Grundpfeilern der Migros gehören. Die betrifft sowohl den Erhalt des Labels „Aus der Region. Für die Region“ als auch die regionale und genossenschaftliche Mitsprache. Dafür sehen die Pläne die Einrichtung von sechs Regionalräten vor.
Für den endgültigen Entscheid über die Transformation ist eine Urabstimmung Mitte 2027 geplant. Sollte sie zustimmend ausfallen, werden Mario Irminger, Präsident der Generaldirektion des MGB, und Peter Diethelm, CEO der Migros Supermarkt AG, ihre Funktion zu diesem Zeitpunkt aufgeben, um sicher zu stellen, „dass ihre Nachfolger den Aufbau von Anfang an und über die gesamte, mehrjährige Phase hinweg führen können“, schreibt die Migros. ce/hs

