Top sechs Standortschwächen seit 20 Jahren dieselben – wieso packt die Stadt Zürich diese nicht an?
Gemäss der Firmenbefragung 2025 sind die grössten Standortschwächen von Zürich Immobilien, Verkehr, Preisniveau, Steuern, Bürokratie sowie zu wenig Parkplätze. Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Steuerbelastung: Noch nie seit der Einführung der Firmenbefragung im Jahr 2005 waren die Firmen so unzufrieden mit der Steuerbelastung. Dabei hätte die Stadt Zürich hier die Möglichkeit, rasch Abhilfe zu verschaffen.
Die letzten Jahre zeigen aber: Der Stadtrat sowie auch die links-grüne Mehrheit im Parlament wollen den Firmen nicht entgegenkommen. Zudem sind die genannten grössten Standortschwächen seit 20 Jahren dieselben. Insbesondere in den Bereichen Verkehr, Steuern, Bürokratie und Parkplätze ist kein Wille der Stadt zu spüren, Verbesserungen anzustreben. Dies kommt dem Eingeständnis eines Scheiterns der städtischen Unternehmenspolitik gleich.
Öffentlicher Verkehr top, Verkehr fürs Gewerbe Flop
Der öffentliche Verkehr wird auch in der Befragung 2025 als sehr gut beurteilt. Jedoch werden seit der Durchführung der ersten Umfrage im Jahr 2005 Parkplätze in der Innenstadt (Note 2.3 von 6), Parkiermöglichkeiten für Kunden und Mitarbeitende (2.6), der Verkehrsfluss in der Stadt (2.9) sowie Möglichkeiten zum Güterumschlag (3.2) als deutlich ungenügend bewertet. Was den motorisierten Individualverkehr sowie die Bereitstellung von Parkplätzen für Kundinnen, Kunden und Mitarbeitende betrifft, zeigt die Stadt Zürich keinerlei Bereitschaft, Verbesserungen umzusetzen.
Unzufriedenheit der produzierenden Unternehmen steigt markant
Die produzierenden Unternehmen in der Stadt Zürich beurteilen die aktuellen Rahmenbedingungen mit einem Mittelwert von 3.2 im Vergleich zu vor vier Jahren mit 3.5 als deutlich schlechter ein. Zudem stieg der Anteil an unzufriedenen Firmen von 22 auf 28 Prozent, während der Anteil an zufriedenen Firmen von 22 auf 12 Prozent zurückgegangen ist. Als Gründe für die schlechtere Beurteilung wurden von den Firmen insbesondere die hohen Mietkosten und fehlende Räume, regulatorische und administrative Hürden sowie der Verkehr und die Erreichbarkeit genannt.
Die ZHK fordert: Die Stadt Zürich muss die Probleme endlich anpacken
Raphaël Tschanz, Direktor der Zürcher Handelskammer, äussert sich wie folgt: «Die Firmen haben in der Umfrage sehr deutlich kommuniziert, wo der Schuh drückt. Die grössten Standortschwächen sind seit 20 Jahren dieselben – ohne, dass von der Stadt Zürich ein entsprechender Reformbedarf erkennbar ist. Die Stadt Zürich ist aufgefordert, die Sorgen der Unternehmen ernst zu nehmen und die seit langem bekannten Probleme endlich anzupacken.»
Rückfragen bitte an: Raphaël Tschanz, Direktor Zürcher Handelskammer,
076 507 09 95, direktion@zhk.ch

