(CONNECT) Exobiosphere hat sich für sein Wirkstoff-Screening in der Mikrogravitation die exklusive Nutzung der Technologie von MaxWell Biosystems gesichert. Laut einer Mitteilung haben die beiden Unternehmen eine Vereinbarung zur Nutzung der sogenannten High-Density Microelectrode Array (HD-MEA)-Technologie von MaxWell Biosystems für kommerzielle Hochdurchsatz-Weltraumanwendungen geschlossen. Exobiosphere wird sie in seinen sogenannten Orbital High-Throughput Screener integrieren.
Durch diese Integration können Forschende die Funktion elektrisch aktiver Zellen – einschliesslich Neuronen und Herzmuskelzellen – während der Schwerelosigkeit direkt messen und dadurch ihrer Plattform eine neue Ebene funktioneller Daten für das Wirkstoff-Screening hinzufügen. Die Messungen liefern Erkenntnisse darüber, wie Zellen unter Weltraumbedingungen auf Substanzen reagieren.
Wie MaxWell Biosystems erklärt, kann die Untersuchung von Zellen in der Mikrogravitation Veränderungen aufzeigen, die unter herkömmlichen Laborbedingungen nicht beobachtet werden. Bislang konzentrierten sich viele Experimente im Weltraum auf die Beobachtung von Veränderungen der Zellstruktur oder des Zellzustands; einige konnten anhand der Informationen erst auf der Erde abgeleitet werden.
„Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns nun, hochauflösende Elektrophysiologie direkt in den Arbeitsablauf von Raumflügen zu integrieren und die Reaktion elektrisch aktiver Zellen während der Schwerelosigkeit in grossem Massstab zu erfassen“, wird Giulio Zorzi, Leiter EMEA bei MaxWell Biosystems, zitiert. „Wir sind gespannt auf die neuen biologischen Erkenntnisse, die dies für die Krankheitsmodellierung und die Wirkstoffforschung liefern wird.“
MaxWell Biosystems begeht in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Das Unternehmen wurde 2016 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründet. Seither hat es sich zu einem globalen Anbieter von Elektrophysiologie-Plattformen für die Neurowissenschaften und die Wirkstoffforschung entwickelt. ce/mm

