(CONNECT) Der ultrakompakte NeuroLF von Positrigo ist das erste Positronenemissionstomographie (PET)-System, das eine Akkreditierung durch das Programm der EANM Research Ltd (EARL) erhalten hat. Es wurde 2007 von der European Association of Nuclear Medicine begründet, um eine gleichbleibende Bildqualität und quantitative Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Die Akkreditierung wurde von der Klinik für Nuklearmedizin des LMU-Klinikums München initiiert und erfolgreich abgeschlossen. Dieser Meilenstein fällt laut einer Mitteilung von Positrigo in eine Zeit, in der die molekulare Bildgebung bei der Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Krankheit eine immer wichtigere Rolle spielt. An der LMU wird das Gerät sowohl für klinische Zwecke als auch für die Forschung über neurodegenerative Krankheiten eingesetzt.
Erst im August 2026 hatte das 2018 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ausgegliederte und im Technopark Zürich ansässige Unternehmen Positrigo bekanntgegeben, dass der Gehirnscanner für eine klinische Alzheimer-Studie der LMU zugelassen worden war. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung des Einsatzes der spezialisierten PET-Bildgebung des Gehirns in der klinischen Forschung, und wir planen, NeuroLF – wo immer dies sinnvoll ist – auch für weitere Studien an der LMU in Betracht zu ziehen“, wurde Dr. Dr. med. Matthias Brendel im Sommer zitiert. Er ist an der LMU Professor für Translationale Molekulare Bildgebung, Leitender Arzt für Neuronuklearmedizin und stellvertretender Direktor der Klinik für Nuklearmedizin.
Jetzt bezeichnet Brendel die EARL-Akkreditierung als einen bedeutenden Erfolg: „Sie zeigt, dass sich mit einem spezialisierten System wie NeuroLF eine qualitativ hochwertige, standardisierte und quantitative PET-Bildgebung des Gehirns durchführen lässt.“ Die LMU habe erneut gezeigt, was mit einem spezialisierten Gehirn-PET-System wie NeuroLF möglich sei, so Positrigo-Mitgründer und CEO Jannis Fischer: „Dieser Erfolg bestärkt uns in unserer Vision, die hochwertige molekulare Bildgebung des Gehirns leichter zugänglich zu machen und dabei gleichzeitig die strengen Standards einzuhalten, die für die klinische Forschung und eine moderne Patientenversorgung erforderlich sind.“ ce/mm

