(CONNECT) Insgesamt 40 Heatector-Stationen der Firma TrueWindSpeed messen seit Juli 2026 im Rhonetal die Hitzebelastung direkt an Arbeitsstätten im Freien. Sie wurden vom Kanton Wallis aufgestellt, um die tatsächlichen Arbeitsbedingungen bei Hitzewellen präzise und ortsgenau einschätzen und das betroffene Personal besser schützen zu können. Es handelt sich um einen der ersten Einsätze dieser Art durch eine öffentliche Behörde in der Schweiz.
Die Messwerte von 32 dieser Stationen werden vom Kanton live auf seiner Internetseite veröffentlicht. Sie messen den sogenannten Wet-Bulb-Globe-Temperatur (WBGT)-Index, der für Mitarbeitende, Bauleitungspersonal und die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Im Deutschen ist dieser Standard als Kühlgrenztemperatur bekannt und wird als Feuchtkugeltemperatur gemessen.
Die übrigen Stationen dienen den kantonalen Behörden zu Forschungszwecken. Sie messen, wie sich Höhenlage und Hangausrichtung auf die Hitzebelastung im gesamten Tal auswirken. Das Rhonetal ist oft extremen Temperaturen ausgesetzt, weil das Tal eng ist und die Sonne die umgebenden Felsen stark aufheizt.
TrueWindSpeed präsentiert seinen Heatector bei der Dubai International Humanitarian Aid & Development Conference & Exhibition (DIHAD) als einer der Aussteller am SWISS Pavilion. Die Messe findet vom 24. bis 26. August statt. Dort möchte das Unternehmen die Erfahrungen mit Behörden, Agenturen und Bauunternehmern teilen, die im Golf vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
„Der WBGT-Standard existiert zwar bereits seit 1982, doch wird er fast nie dort gemessen, wo sich die Arbeitenden tatsächlich aufhalten“, wird Gründer und CEO Guillaume Locher zitiert. „Im Wallis haben wir gezeigt, dass eine Behörde diese Lücke schliessen kann. Der gleiche Ansatz lässt sich direkt auf die Golfregion übertragen, wo Arbeiter und Wanderarbeiter im Freien zu den am stärksten gefährdeten und am wenigsten geschützten Gruppen gehören.“ ce/mm

