INFOMANIAK gewinnt Green Business Award

Genf/Luzern - INFOMANIAK NETWORK wird für sein Rechenzentrum D4 mit dem Green Business Award ausgezeichnet. Es nutzt die gesamte entstehende Wärme und speist sie ins städtische Fernwärmenetz ein. Zudem kommt es ohne herkömmliche Klimatisierung und externe Wasserversorgung aus.

(CONNECT) Die in Luzern ansässige Schweizerische Umweltstiftung verleiht ihren diesjährigen Green Business Award laut einer Mitteilung an die INFOMANIAK NETWORK SA aus Genf. Dieser Preis zeichnet seit 2019 jährlich die innovativsten Schweizer Unternehmen aus, die ökologische Wirkung mit ökonomischem Erfolg verbinden. Nach Ansicht der Jury ist dafür INFOMANIAK mit seinem Rechenzentrum D4 das herausragendste Beispiel des Jahres 2025.

D4 wurde am 27. Januar 2025 in Genf offiziell eröffnet und löst INFOMANIAK zufolge mehrere bedeutende Herausforderungen der Cloud-Branche: In herkömmlichen Rechenzentren muss die entstehende Wärme mit Kühlsystemen abgeführt werden. D4 nutzt sie stattdessen als Energiequelle für die Umgebung. Der Strom versorgt zunächst die Server, die dabei entstehende Wärme fliesst anschliessend zu 100 Prozent ins Fernwärmenetz. Zudem kommt das Datenzentrum ohne herkömmliche Klimatisierung und externe Wasserversorgung aus. Wenn es 2028 voll ausgelastet sein wird, können damit bis zu 6000 Haushalte beheizt werden oder 20'000 Personen ein Jahr lang täglich fünf Minuten duschen.

„Mit D4 wird digitale Infrastruktur Teil der lokalen Energieversorgung“, wird Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland, zitiert. „Das zeigt sehr konkret, wie sich eine ökologische Herausforderung in einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert verwandeln lässt.“ Nach Berechnungen des Enterprise for Society Center kann D4 bei voller Auslastung jährlich 3600 Tonnen CO2-Äquivalente gegenüber einer Erdgasheizung und 5'500 Tonnen gegenüber einer Holzpelletheizung vermeiden. Die Dokumentation des Rechenzentrums ist vollständig als Open Source verfügbar.

„Der wahre Wert von D4 liegt in seiner Kopierbarkeit, und genau dabei hilft uns dieser Preis“, so INFOMANIAK-Gründer und CEO Boris Siegenthaler. „Wir haben alle Pläne offengelegt, damit andere folgen können, und danken allen, die an diese notwendige Transformation geglaubt haben.“

Nach den Worten von Doris Leuthard, Alt-Bundesrätin und Präsidentin der Jury, war es genau „diese Verbindung von ökologischer Wirkung, wirtschaftlichem Nutzen und Übertragbarkeit“, die die Jury überzeugt hat.

Der Preis wurde am 3. September beim Maillot Vert Sommerfest in Luzern überreicht. ce/mm

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