H55 beseitigt mit Zertifizierung des Antriebs grösste Hürde für E-Luftfahrt

Sitten - H55 hat branchenweit die erste vorgeschriebene und von einer Behörde begleitete Prüfreihe zur Zertifizierung seiner Antriebsmodule für E-Flugzeuge abgeschlossen. Damit können sie mit denselben Anforderungen an Zertifizierung und Sicherheit konstruiert werden wie konventionelle Flugzeuge.

(CONNECT) H55 hat das Risiko der Zertifizierung von Antriebsbatteriemodulen für E-Flugzeuge ausgeräumt. Wie der Entwickler und Hersteller solcher Batterien mitteilt, hat er die branchenweit erste von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) vorgeschriebene und von einer Behörde begleitete Zertifizierungsprüfreihe erfolgreich abgeschlossen. Damit, so H55, sei „die einzige ungelöste Herausforderung der elektrischen Luftfahrt“ beseitigt worden: „den Aufsichtsbehörden nachzuweisen, dass Hochleistungsantriebsbatterien auch im schlimmsten Fall sicher sind“.

Nun könne die elektrische Luftfahrt von einer spekulativen Entwicklung zu einer zertifizierbaren Industriekategorie werden. „Dies verändert die Art und Weise, wie Programme bewertet, finanziert und versichert werden“, heisst es in der Mitteilung der Firma, die 2017 aus dem Solarflugprojekt Solar Impulse von Bertrand Piccard und André Borschberg hervorgegangen war.

„H55 wurde mit einem einzigen Ziel entwickelt: die Zertifizierung der elektrischen Luftfahrt zu ermöglichen, nicht nur sie möglich zu machen“, wird Borschberg, Executive Chairman und Mitgründer von H55, zitiert. „Von Anfang an bedeutete dies, Systeme nach den Sicherheitsstandards der Luftfahrt zu entwickeln, Ausfälle zu verhindern und gleichzeitig die Leistung zu optimieren. Dieser Meilenstein bestätigt diese Entscheidung. Die elektrische Luftfahrt kann so konstruiert werden, dass sie denselben Zertifizierungsanforderungen und Sicherheitsstandards entspricht wie konventionelle Flugzeuge.“

H55 ist das einzige Unternehmen, das sowohl über die EASA-Zulassung als Konstruktionsbetrieb (DOA) als auch über die EASA-Zulassung als Produktionsbetrieb (POA) für elektrische Antriebssysteme verfügt und serienkonforme Antriebsbatteriemodule herstellen kann. „Mit dieser Leistung geht H55 von der Validierung zur Skalierung über“, heisst es in der Mitteilung. „Eine einzige, zertifizierbare Energiespeichersystemarchitektur kann nun auf mehreren Plattformen eingesetzt werden, wodurch sich das Umsatzpotenzial ohne proportionale Erhöhung der Entwicklungskosten steigern lässt.“ ce/mm

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