Worum geht es?
Die Glattalbahn soll vom Flughafen Zürich um rund 3,3 Kilometer bis in das Industriegebiet Steinacker in Kloten verlängert werden. Das Projekt umfasst neben der eigentlichen Bahnverlängerung auch eine Velohauptverbindung sowie Hochwasserschutzmassnahmen entlang des Altbachs. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 543 Millionen Franken. Nach Abzug der Bundesbeiträge sowie weiterer Beiträge der Stadt Kloten, des Flughafens Zürich und Dritter beträgt die voraussichtliche Belastung des Kantons rund 290 Millionen Franken.
Deutliche Zustimmung im Kantonsrat
Der Zürcher Kantonsrat hat die Kredite für die drei Projektteile am 15. Juni 2026 bewilligt. Einen Rückweisungsantrag lehnte der Rat mit 130 zu 44 Stimmen ab. Damit fand das Gesamtprojekt eine deutliche Mehrheit im Parlament. Die SVP lehnte die Vorlage ab.
Referendum gegen die Vorlage
Gegen den Kantonsratsbeschluss ergriff die IG Pro Altbach das Referendum. Die Gegner kritisieren insbesondere die geplante Linienführung entlang des Altbachs und die damit verbundenen Eingriffe in den bestehenden Grünraum. Zudem wird die Höhe der Kosten des Gesamtprojekts kritisiert. Das Referendum ist mit den erforderlichen 3000 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Damit kommt die Vorlage vors Volk; der Abstimmungstermin steht noch nicht fest.
Bedeutung für den Wirtschaftsstandort
Die Vorlage ist für den Wirtschaftsstandort Zürich von grosser Bedeutung. Eine leistungsfähige und zukunftsgerichtete Verkehrsinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortattraktivität. Die Verlängerung der Glattalbahn verbessert die Erschliessung des Flughafenraums und des Wirtschaftsstandorts Kloten und schafft zusätzliche Kapazitäten für die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Region. Damit trägt sie dazu bei, dass die Verkehrsinfrastruktur mit der wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklung Schritt hält.

