Georg Fischer intensiviert Sparprogramm

Schaffhausen - Sondereffekte vor allem aus dem Verkauf des Automobilgeschäfts haben das Ergebnis von Georg Fischer in die Verlustzone gedrückt. Der Industriekonzern hebt sein Ziel zur Kostenreduktion auf 60 Millionen Franken an. Investiert wird in strategische Wachstumsbereiche.

(CONNECT) Georg Fischer (GF) hat im ersten Halbjahr 2026 Umsätze in Gesamthöhe von knapp 1,70 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der weltweit aktive Industriekonzern aus Schaffhausen in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 24,8 Prozent. Das vergleichbare Betriebsergebnis auf Stufe EBIT betrug wie im Vorjahreszeitraum 164 Millionen Franken, wobei die entsprechende Marge von 7,3 auf 9,7 Prozent gesteigert wurde. GF weist jedoch beim EBIT einen Verlust von 33 Millionen Franken und beim Konzernergebnis einen Verlust von 77 Millionen Franken aus. Das Unternehmen führt die roten Zahlen auf Sondereffekte vor allem im Zusammenhang mit dem Verkauf seines Automobilgeschäfts zurück.

Aus den in den vergangenen Jahren getätigten Übernahmen von Uponor und VAG hat GF bis zur Jahresmitte annualisierte Synergien in Höhe von 35 Millionen Franken generiert. Bis 2027 sollen 40 bis 50 Millionen Franken erreicht werden. Beim Ende 2025 eingeleiteten Fit for Growth-Programm hebt das Unternehmen sein ursprüngliches Ziel von 40 Millionen Franken auf 60 Millionen Franken bis Ende 2026 an. Das Programm sieht die Vereinfachung der Unternehmensorganisation und eine Verkleinerung von Produktangebot und Standorten vor. Dazu schliesst GF Werke in China, Malaysia und im Oman und zieht sich aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten zurück.

Hinsichtlich der Investitionen will sich GF auf Märkte konzentrieren, in denen der Konzern bereits eine führende Position hält oder eine solche erreichen kann. Als derartige strategische Wachstumsbereiche werden in der Mitteilung der Halbleitermarkt, der Endmarkt für Rechenzentren, der Markt für Infrastruktur sowie der Gebäudebereich genannt. ce/hs

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