Hanspeter Hugentobler ist seit 2015 Mitglied des Kantonsrats, wo er die EVP vertritt. Er ist Mitglied in zwei parlamentarischen Gremien: seit 2015 in der Kommission für Bildung und Kultur und seit 2017 auch in der Interfraktionellen Konferenz. Der ausgebildete Journalist und Theologe ist seit über 20 Jahren Geschäftsführer in einem Medienunternehmen. Zudem ist er Vizepräsident des Verwaltungsrats der SwissMediaCast AG und Vorstandsmitglied von Pro Flughafen.
Herr Hugentobler, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Pfäffikon besonders am Herzen?
Als Bildungspolitiker liegt mir eine gute Bildung der nächsten Generation am Herzen. Mich beschäftigen aber auch das zu knappe, zu langsam ausgebaute und dadurch zu teure Wohnungsangebot und die Verkehrsproblematik. Der Ausbau der S3-Strecke wäre überfällig, ebenso Frühverbindungen von Pfäffikon und dem Tösstal zum Flughafen. Und die dringend nötige Entlastung vom Durchgangsverkehr in unserem Bezirk durch die Lückenschliessung bei der Oberlandautobahn lässt weiter auf sich warten.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als Erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Jemand hat einmal gesagt: «Die fünfte Landessprache der Schweiz ist die Einsprache.» Ich würde die Einspracherechte von Denkmal- und Heimatschutz sowie von Privaten reduzieren und Bauvorschriften vereinfachen. Dabei ist mir klar, dass das Mittel der Einsprache im vernünftigen Rahmen zu unserer Demokratie gehört. Wären bestehende Bauten früher jedoch so stark geschützt worden wie heute, würden wir noch immer in Pfahlbauten wohnen. Dabei sollte jede Generation die Chance haben, die Gebäude neu zu errichten, die ihrer Generation dienen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich liebe die Gelegenheiten, wenn wir als Familie – meist am Sonntagabend – miteinander das Znacht geniessen und angeregte Diskussionen über Gott und die Welt (und natürlich auch über Politik) führen.

