(CONNECT) Das Schweizerische Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) in Zürich und der Zürcher IoT-Spezialist Miromico haben einen kompakten, batteriebetriebenen Knoten für das industrielle IoT entwickelt. Er kombiniert den extrem stromsparenden Fibonacci-Künstliche Intelligenz (KI)-Chip von CSEM mit dem drahtlosen Kommunikationsmodul von Miromico.
Durch die sogenannte On-Device-KI werden industrielle Sensordaten direkt an der Quelle analysiert, etwa an Mikrofonen, Beschleunigungsmessern und kleinen Kameras. Die Plattform aktiviert ihre LoRa- oder Mioty-Funkverbindung laut einer Mitteilung von CSEM nur dann, wenn relevante Audio-, Bewegungs- oder Bilddaten auf dem Chip als Anomalien erkannt werden. Nur diese werden übertragen, was den Datenverkehr reduziert und sowohl Energie als auch Bandbreite spart.
„Fibonacci bringt nützliche KI direkt in industrielle Sensoren, wo jedes Milliwatt und jedes übertragene Byte zählt“, wird Stéphane Emery, Gruppenleiter für integrierte und drahtlose Systeme bei CSEM, zitiert. „Durch die lokale Datenverarbeitung kann der Knoten relevante Ereignisse erkennen, ohne kontinuierlich Rohdaten zu senden. Dies ebnet den Weg für autonomere Überwachungssysteme.“
Dabei übernimmt Miromicos modulares Funkmodul die Kommunikation zwischen Gerät und Gateway. Dieselbe Hardwareplattform kann für LoRa oder Mioty konfiguriert werden. Dadurch kann die Konnektivität angepasst werden, ohne den Knoten neu entwickeln zu müssen.
„Industriekunden benötigen Sensorlösungen, die effizient, anpassungsfähig und einfach zu implementieren sind“, so Miromicos CEO Schekeb Fateh. „Die Kombination von lokaler KI und einer Auswahl an Funktechnologien mit grosser Reichweite bietet Herstellern eine praktische Möglichkeit, Anlagen an Orten mit begrenzter Stromversorgung und Bandbreite zu überwachen.“ ce/mm

