CSEM stiftet Claude Nicollier Awards für Forschung und Innovation

Neuenburg - Das CSEM lanciert zwei Claude Nicollier Awards. Damit will das Forschungszentrum die wissenschaftliche Exzellenz und den Technologietransfer fördern. Der erste Claude Nicollier Research Excellence Award geht an Kerem Artuk. Seine Forschung ermöglichte eine Solarzelle mit einem zertifizierten Wirkungsgrad von 30 Prozent.

(CONNECT) Das Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique SA (CSEM) hat laut einer Mitteilung zwei Claude Nicollier Awards verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung will das Forschungszentrum jährlich Fortschritte in der Forschung und im Technologietransfer würdigen, die Auswirkungen auf Industrie und Gesellschaft haben.

Die erste Ausgabe des Claude Nicollier Research Excellence Award ging an Kerem Artuk, Der R&D-Ingenieur am CSEM und Doktorand an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ist am europäischen Projekt TRIUMPH beteiligt. Dieses wird gemeinsam mit dem Laboratory of photovoltaics and thin-films electronics (PV-lab) des Institute of Electrical Engineering and Microengineering (IEM) der EPFL durchgeführt. In diesem Rahmen arbeitete er an der Entwicklung von Perowskit-Silizium-Dreifachsolarzellen mit, mit denen ein zertifizierter Rekordwirkungsgrad von 30 Prozent erreicht werden konnte.

„Mit Kerem Artuk zeichnen wir einen Forscher aus, der wissenschaftliche Exzellenz mit praktischem Nutzen verbindet“, wird Alexandre Pauchard, CEO des CSEM, in der Mitteilung zitiert. „Diese Arbeit steht beispielhaft für den Anspruch von CSEM, Forschung, Technologie und Industrie zusammenzubringen.“ Für Kerem Artuk unterstreicht diese Auszeichnung die Bedeutung von Teamarbeit: „Diese Auszeichnung bedeutet mir viel. Sie ist vor allem eine Anerkennung für ein aussergewöhnliches Team, das mit grossem Engagement und Leidenschaft zusammenarbeitet.“

Der Claude Nicollier Inventor Award für erfolgreichen Technologietransfer sowie Innovationen mit konkreter industrieller oder gesellschaftlicher Wirkung tritt an die Stelle des bisherigen Erfinderpreises des CSEM. Er wurde bereits Anfang 2026 unter dem bisherigen Namen an den Mikromechanikingenieur Noa Schmid verliehen. Er wurde laut einer früheren Mitteilung des CSEM für Technologien ausgezeichnet, die es Laboren ermöglichen, biologische Proben schneller, genauer und kostengünstiger zu analysieren.

Die Preise sind nach dem Schweizer Astronauten Claude Nicollier benannt. Nicollier nahm zwischen 1992 und 1999 an vier Missionen des amerikanischen Space Shuttle-Programms teil und war von 2004 bis 2022 Präsident des CSEM. Nicollier begrüsst diese Initiative. Er erwartet, dass diese „die Claude Nicollier Awards dazu beitragen, Exzellenz und Innovationen sichtbar zu machen“.

Das CSEM mit Sitz in Neuenburg ist ein privates Forschungs- und Entwicklungsinstitut. Es wurde 1984 gegründet, beschäftigt rund 550 Fachkräfte und ist in den Bereichen Mikrotechnologie, Photonik, Künstliche Intelligenz und Energie tätig. ce/gp

Zurück zur Übersicht