(CONNECT) Das Badener Energieunternehmen Axpo hat sein neues White Paper „Erneuerung von Wasserkraftkonzessionen: Chancen & Herausforderungen“ veröffentlicht. Hintergrund ist das Ablaufen der Konzessionen zahlreicher Wasserkraftwerke in den kommenden Jahren, welches Gemeinden und Kantone die Neugestaltung der Eigentums- und Beteiligungsstrukturen ermöglicht. Das White Paper soll mit umfassenden Hintergrundinformationen als eine sachliche Orientierungshilfe für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie die interessierte Öffentlichkeit dienen, heisst es in einer Mitteilung.
Fast 60 Prozent der inländischen Stromproduktion in der Schweiz stammen aus der Wasserkraft. Die Betreiber von Wasserkraftwerken benötigen jedoch eine kantonale oder kommunale Konzession, um öffentliches Wasser für die Stromproduktion nutzen zu dürfen. Beim Ablauf der Konzession kann das Gemeinwesen entweder den Heimfall ausüben und das Wassernutzungsrecht neu vergeben oder auf den Heimfall verzichten und die Konzession erneuern. In beiden Fällen können die Beteiligungsstrukturen neugestaltet werden, welches sich auf den Betrieb, die Wertschöpfung und die Risikoverteilung auswirkt.
„Konzessionserneuerungen sind Generationenentscheide“, erklärt Viktor Lir, Leiter Asset Management Hydroenergie & Biomasse bei Axpo und Mitautor des White Papers, in der Mitteilung. „Unser Ziel ist, Gemeinden und Kantonen eine belastbare Grundlage zu geben, damit sie Chancen und Risiken der unterschiedlichen Modelle sorgfältig abwägen können.“
Im White Paper empfiehlt Axpo insbesondere eine frühzeitige Planung, eine realistische Einschätzung der finanziellen und personellen Möglichkeiten, die Prüfung partnerschaftlicher Modelle, eine passende Risikostreuung sowie transparente Governance-Strukturen. ce/nta

