(CONNECT) Der französische Präsident Emmanuel Macron hat auf dem Internationalen Weltraumgipfel in Paris die Unterstützung Frankreichs für das wiederverwendbare Raumflugzeugprogramm VORTEX bekanntgegeben. Damit ebnete er den Weg für eine breite europäische Zusammenarbeit, um dieses Orbital-Shuttle zu realisieren. An dieser Zusammenarbeit wird als Schweizer Industriepartner APCO Technologies teilhaben. „Diese Ankündigung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Realisierung dieser Vision und für die Stärkung von Europas technologischen Fähigkeiten sowie seiner strategischen Autonomie und Souveränität im Weltraum“, so APCO in seiner Mitteilung.
Das 1992 gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Aigle wird dafür mehrere Schlüsselsysteme und Strukturen für den geplanten VORTEX-S-Raumgleiter liefern. Es führt diesbezüglich das interne Thermalsteuerungssystem, ausfahrbare Radiatoren, die Türmechanismen des Laderaums und den zentralen Rumpf an. „Wir sind stolz darauf, unser Fachwissen in dieses ehrgeizige europäische Programm einzubringen“, so APCO.
Bei VORTEX geht es auch um die Frage, welche technischen Fähigkeiten Europa künftig selbst beherrschen will. Denn die europäische Raumfahrt verfügt mit der Ariane-Raketenfamilie zwar über eigene Startmöglichkeiten. Bei wiederverwendbaren Orbitalfahrzeugen und beim flexiblen Transport von Material aus dem Weltraum zurück zur Erde sind die Möglichkeiten Europas dagegen begrenzt.
Deshalb wird ein europäisches Industriekonsortium diese Aufgabe nun unter der Leitung von Dassault Aviation in Angriff nehmen. Dabei wird der französische Luft- und Raumfahrtkonzern als Gesamtarchitekt und Systemintegrator für das sowohl militärisch als auch zivil einsetzbare Raumflugzeug fungieren. Zum Konsortium zählen neben APCO Technologies auch OHB SE und MT Aerospace aus Deutschland, Sener aus Spanien, Sonaca aus Belgien und Space Cargo Unlimited aus Luxemburg. ce/mm

