UpBoards und Recoplast zeigen den Weg von Abfall zum Werkstoff

Gretzenbach SO - Die Recyclingspezialisten UpBoards und Recoplast präsentieren zusammen mit Aargauer Vertretern der Forschung am 21. Mai 2025, wie Kunststoffabfälle in hochwertige Produkte verwandelt werden. Sie geben Einblick in die Produktion und diskutieren innovative Ansätze.

(CONNECT) An einem Thementag laden die Recoplast AG und UpBoards GmbH nach Gretzenbach zu einem Besuch der Produktionsstätten und einer Fachveranstaltung über innovative Rezyklate. Laut einer Mitteilung arbeiten die zur BOXS AG gehörigen Unternehmen unter einem Dach und mit gebündelter Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Kunststoffrecyclings. „Wir zeigen, wie innovative Recyclinglösungen entstehen: von der Verarbeitung von Kunststoffabfällen bis zur Entwicklung neuer Produkte“, wird BOXS-Mitgründer und -Verwaltungsratspräsident Raphael Markstaller zitiert. 

Anlass ist das zehnjährige Jubiläum der BOXS-Unternehmensgruppe, die im Herbst 2025 Recoplast übernommen und erfolgreich mit UpBoards zusammengeführt hat. Beide Firmen verarbeiten Kunststoffabfälle. So entwickelt und produziert UpBoards nachhaltige Recyclingplatten mithilfe eines patentierten Verfahrens aus 100 Prozent Mischkunststoffabfall. Recoplast setzt Aufträge um, bei denen Kunststoffabfälle und Kunststoffnebenströme rezykliert werden. Dabei fördern beide bei Kunden explizit Kreislaufwirtschaft im Sinne geschlossener Materialkreise in sogenannten Closed-Loop-Projekten. 

Der Tag der offenen Tür weitet neben dem Einblick in die Produktion vor Ort die Perspektive in Bezug auf innovative Ansätze in der Kreislaufwirtschaft. Reto Eggimann vom Hightech Zentrum Aargau spricht zu Entwicklungen im Kanton. Praxisbeispiele von Schweizer Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) thematisiert Christian Rytka von der FHNW, Gruppenleiter für Kunststoffverarbeitung und Nachhaltigkeit am Standort Windisch AG. Er setzt einen Fokus auf die Gegenüberstellung von mechanischem versus chemischem Recycling.

Wie Kreislaufkunststoffe reproduzierbare Qualität für die Industrie erreichen, darüber referiert Rémy Stoll. Der Geschäftsführer des Kunststoff Ausbildungs- und Technologie-Zentrums KATZ in Aarau erläutert, wie Kunststoffrezyklate industrietaugliche Qualität erreichen und damit gleichwertig zu Neuware sind. 

Der Jubiläumsanlass soll auch das Ökosystem der nationalen Kunststoff-Kreislaufwirtschaft stärken. Deshalb liegt ein weiterer Fokus der Veranstaltung auf dem persönlichen Austausch zwischen den Teilnehmenden: sei es während der Fragerunde nach den Inputreferaten, während dem Produktionsrundgang oder beim abschliessenden geselligen Beisammensein mit Bewirtung. Das Programm mit Anmeldemöglichkeit ist hier verfügbar. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. ce/yvh

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