Stadler liefert 45 Hybridlokomotiven nach Kanada

Bussnang TG/Montreal - Stadler hat sich den ersten Lokomotivauftrag aus Kanada gesichert. Der Zugbauer wird 45 Hybridlokomotiven an VIA Rail Canada liefern. Über eine neu zu gründende kanadische Tochterfirma wird Stadler sie 20 Jahre lang technisch unterstützen und mit Ersatzteilen versorgen.

(CONNECT) Stadler Rail hat einen Vertrag über die Lieferung von 45 Hybridlokomotiven an VIA Rail Canada mit Sitz in Montreal in der Provinz Quebec unterzeichnet. Laut einer Mitteilung des Thurgauer Zugbauers umfasst der Auftrag zudem eine 20-jährige Vereinbarung über technische Unterstützung und Ersatzteilversorgung. Diese Leistungen werden durch die Service-Division von Stadler erbracht. Dafür wird Stadler eine kanadische Tochtergesellschaft gründen.

Ihre Mitarbeitenden werden an den wichtigsten Wartungsstandorten von VIA Rail in Montreal, Toronto, Winnipeg und Vancouver stationiert sein. „Das Projekt wird die Entwicklung der kanadischen Bahnindustrie fördern, qualifizierte Arbeitsplätze in Produktion, Prüfung und Instandhaltung schaffen und den Transfer von Fachwissen sowie modernster Bahntechnologie unterstützen“, so das Thurgauer Unternehmen.

Die 45 neuen Lokomotiven werden von Stadler für einen zuverlässigen Betrieb unter anspruchsvollen geografischen und klimatischen Bedingungen mit Temperaturen bis minus 50 Grad konstruiert. Entwickelt und gebaut werden sie bei Stadler Valencia, dem Kompetenzzentrum des Unternehmens für Lokomotiven. Dort sind mehr als 500 Ingenieurinnen und Ingenieuren beschäftigt. 

„Unsere Hybridlokomotiven vereinen Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit“, fasst Iñigo Parra, Stadlers Executive Vice President Division Spain, zusammen. „Durch die Integration eines batteriegestützten Betriebs in eine leistungsstarke Fernverkehrslokomotive bieten wir VIA Rail eine zukunftsorientierte Lösung, die die Umweltziele des Unternehmens unterstützt und gleichzeitig die betriebliche Flexibilität sowie den Service für die Fahrgäste verbessert.“

An Bahnhöfen und in anderen umweltsensiblen Bereichen können die Lokomotiven im Batteriebetrieb verkehren und dadurch Lärm- und Abgasemissionen deutlich reduzieren. Zudem wird Bremsenergie zurückgewonnen und in den Batterien gespeichert.

Wie Stadler weiter ausführt, wurde die neue Flotte konsequent auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Die Fahrzeuge erreichen Recyclingquoten von über 92 Prozent und Verwertungsquoten von über 95 Prozent. Darüber hinaus sind die Batteriesysteme für eine lange Lebensdauer sowie Second-Life-Anwendungen konzipiert. ce/mm

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