Schweiz ist für WIPO erneut innovativstes Land der Welt

Genf - Die Schweiz nimmt auch im neuen Global Innovation Index der 139 innovativsten Volkswirtschaften Platz 1 ein. In den vergangenen beiden Jahren hat sich das Land bei sieben Indikatoren verbessert, drei Indikatoren verschlechterten sich. Vor allem nahm die Zahl der Investitionsrunden um 19,1 Prozent ab.

(CONNECT) Die Schweiz ist erneut die innovativste Volkswirtschaft der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt zum siebten Mal in Folge die Genfer Weltorganisation für geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organization, WIPO), eine Agentur der Vereinten Nationen, in ihrem Global Innovation Index 2026.

Unter den Top 20 ist die Reihenfolge weitgehend dieselbe wie im Vorjahr. Schweden liegt auf Platz 2 vor den USA, Südkorea, Singapur und Grossbritannien. Die Niederlande (7) und Finnland (8) tauschen die Plätze, auf Rang 9 liegt wie gehabt Dänemark und auf Rang 10 China. Deutschland und Frankreich nehmen wie im vergangenen Jahr die Plätze 11 und 13 ein, Österreich (18) und Irland (19) tauschen die Plätze.

In diese Rangliste fliessen rund 80 Indikatoren ein, darunter Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E), Risikokapitalgeschäfte, Hightech-Exporte und Patentanmeldungen. Sie soll als Referenz für politisch Verantwortliche, Führungskräfte aus der Wirtschaft und andere Akteure gelten, wenn es um die Förderung von Innovation geht. Weltweit wuchsen 2025 die Investitionen in innovative Start-ups und Geschäftsideen um 28 Prozent auf 510 Milliarden Dollar, der stärkste Anstieg seit 2021.

Gleichzeitig nahm die Gesamtzahl der Risikokapitalfinanzierungen ab, doch sind sie geografisch breiter gestreut. So haben etwa afrikanische Start-ups mit insgesamt 3,2 Milliarden Dollar 40 Prozent mehr Geld eingesammelt als im Vorjahr.

Die Schweiz hat sich bei sieben Kurzzeit-Indikatoren verbessert: bei der Zahl der wissenschaftlichen Publikationen seit 2024 um 0,8 Prozent (seit 2015 +2,9 Prozent), bei Investitionen in F&E seit 2023 um 1,3 Prozent und beim stationären Breitbandnetz um +1 Prozent. Eine Zunahme verzeichneten auch die Produktivität (+1,8 Prozent) und die Lebenserwartung (+0,3 Prozent). Besonders stark war das Wachstum seit 2023 in der Robotik mit einem Plus von 5,9 Prozent (seit 2014 +10,8 Prozent) und vor allem bei elektrischen Fahrzeugen mit einem Wachstum von 25 Prozent seit 2024 und von 43,2 Prozent seit 2015.

Negativ fiel im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Patentanmeldungen aus; sie sank um 6,2 Prozent. Besonders deutlich nahm im selben Zeitraum die Zahl der Investitionsrunden ab, nämlich um 19,1 Prozent. ce/mm

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