Prevision Medicine sammelt 5,4 Millionen Dollar ein

Schlieren ZH/Basel/Rheinfelden AG - Prevision Medicine hat eine Frühfinanzierung von 5,4 Millionen Dollar erhalten. Damit wird das in Schlieren ansässige und in der Präzisionsonkologie tätige Start-up die behördlichen Zulassungen und die Kostenerstattung für seine funktionellen Tests vorantreiben.

(CONNECT) Die Prevision Medicine AG hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 5,4 Millionen Dollar erhalten. Angeführt wurde sie von der Basler Risikokapitalfirma ACE Ventures, die sich auf Frühphasenfinanzierungen fokussiert. Beteiligt haben sich ausserdem die SWISS ICT GmbH (SICTIC) aus Rheinfelden und GoHub Ventures aus dem spanischen Valencia. „Dank dieser Finanzierung und der Unterstützung wichtiger Partner, darunter molekulare Tumorboards und Versicherer, sind wir bestens aufgestellt, um die Behandlungsergebnisse für Patienten zuverbessern und eine kosteneffektive Krebsversorgung zu gewährleisten“, wird CEO Philip Zimmermann in einer Mitteilung zitiert.

Das 2024 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründete und mittlerweile in Schlieren ansässige Biotech-Start-up ist in der Präzisionsonkologie tätig. Die junge Firma analysiert auf ihrer Plattform PrevisionOne lebende Zellen aus Tumoren einzelner Erkrankter anhand einer umfangreichen Therapiebibliothek. Diese funktionellen Test messen also die zellulären Reaktionen dieser Krebszellen auf verschiedene bereits vorhandene Medikamente, um so für die jeweilige Person die wirksamste personalisierte Therapie zu ermitteln.

„Einige der grössten Fortschritte in der Krebsbehandlung konnten durch eine bessere Nutzung bereits vorhandener Medikamente erzielt werden“, wird Steve Salom, Partner beim Hauptinvestor ACE Ventures, zitiert. „Wir haben diese Finanzierungsrunde angeführt, weil wir davon überzeugt sind, dass dieses Team über die wissenschaftliche Expertise und die Erfahrung verfügt, diesen Ansatz in die alltägliche Krebsbehandlung zu integrieren.“

Pablo Pereo vom spanischen Investor GoHub Ventures weist darauf hin, dass fast die Hälfte aller Krebspatientinnen und -patienten nicht auf die Erstbehandlung anspricht. Und er lobt, dass Prevision ein klinisch validiertes Verfahren wirtschaftlich rentabel gemacht hat. Wie er findet, ist „die Abstimmung zwischen Wissenschaft, Produkt und Geschäftsstrategie für ein Unternehmen in dieser Phase ungewöhnlich“. ce/mm

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