(CONNECT) Oviva sichert sich 200 Millionen Euro für den Ausbau auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützter Gesundheitsversorgung in Europa. Die Serie-D-Finanzierungsrunde wurde laut einer Mitteilung von der Stockholmer Beteiligungsgesellschaft Kinnevik angeführt. Beteiligt haben sich ausserdem Planet First Partners aus Luxemburg, die A.P. Moller Holding aus Kopenhagen, Lunate aus Abu Dhabi, EGS Beteiligungen aus Zürich, Norrsken VC aus Stockholm und der bestehende Investor Sofina aus Brüssel.
Mit dem frischen Kapital plant Oviva eine Ausweitung seines Angebots digitaler und erstatteter Therapiebegleitung bei chronischen Indikationen. Die App für Personen, die von Fettleibigkeit und Folgekrankheiten betroffen sind, hat das in Altendorf ansässige Unternehmen bereits im Jahr seiner Gründung lanciert, nämlich 2014. In diesem Jahr ist die Indikation Bluthochdruck hinzugekommen, Diabetes Typ 2 soll folgen.
Ziel der Oviva Apps ist es, Erkrankten niederschwelligen Zugang zu langfristiger und wissenschaftlich belegter wirksamer Gesundheitsversorgung zu bieten und Wartezeiten für Behandlungsprogramme zu vermeiden, die stark auf Präsenztermine setzen und daher kaum skalierbar sind. Bis heute hat das Angebot des Unternehmens eigenen Angaben zufolge mehr als 1 Million Menschen dabei unterstützt, ihre Gesundheit durch gezielte Änderungen im Lebensstil nachhaltig zu verbessern. Die zertifizierten digitalen Therapieprogramme von Oviva werden in der Schweiz, in Deutschland und in Grossbritannien vollständig von den öffentlichen Gesundheitssystemen und Krankenkassen erstattet.
„Mit dieser Investition machen wir wirksame Versorgung für alle zugänglich, die sie brauchen“, sagt Kai Eberhardt, CEO und Mitgründer von Oviva. „Indem wir früher unterstützen und Patientinnen und Patienten kontinuierlich begleiten, verhindern wir das Fortschreiten chronischer Erkrankungen. Digital Health entlastet medizinisches Personal und hilft Gesundheitssystemen, mit begrenzten Ressourcen bessere Ergebnisse zu erzielen.“ ce/mm

