(CONNECT) Hyperscale Power hat eine Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Sie brachte dem 2025 gegründeten Deeptech-Start-up aus Egg bei Zürich laut seiner Mitteilung 5 Millionen Euro ein. Angeführt wurde die Runde von den deutschen Risikokapitalfirmen World Fund aus Berlin und Vsquared aus München.
Hyperscale Power arbeitet am Prototyp eines Halbleitertransformators (Solid-State Transformers, SST) für eine effiziente, kompakte und zuverlässige Stromwandlung der nächsten Generation. Er soll einen Infrastrukturengpass öffnen, der die seit Ende des 19. Jahrhunderts beinahe unveränderten konventionellen Transformator-Gleichrichtersysteme aus Kupfer und Eisen mit enormem Platzbedarf durch kompakte Wechselstrom-Wechselstrom-Wandler mit Halbleitern ersetzt.
„Unsere Mission ist es, die Stromversorgung der Systeme, die die nächste industrielle Revolution antreiben, neu zu denken“, wird Mitgründer Dr. Daniel Rothmund zitiert. „Rechenzentren, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und grossflächige Projekte mit erneuerbaren Energien stehen alle vor demselben Engpass: der effizienten und sicheren Umwandlung riesiger Strommengen.“ Dazu kämen lange Lieferzeiten von 18 bis 24 Monaten und mehr.
Dadurch, so Hyperscale Power, ergebe sich eine klare Marktlücke für kompakte Halbleiter-Transformatoren mit hoher Leistungsdichte. „Der SST von Hyperscale Power ermöglicht diesen Quantensprung: Er ist etwa zehnmal kleiner und benötigt rund 90 Prozent weniger Material“, heisst es in der Mitteilung. „Das Ergebnis sind kürzere Betriebszeiten, geringere Betriebskosten, niedrigere Emissionen und eine Plattform, die sich ideal für das Laden von Elektrofahrzeugen, die Solarenergieumwandlung und den rasant wachsenden Energiebedarf GPU-basierter KI-Infrastrukturen eignet.“
Jakob Lingg vom Investor Vsquared Ventures ist überzeugt, dass Hyperscale Power mit der Expertise der beiden Unternehmensgründer bezüglich Festkörpertransformatoren im Mittelspannungsbereich und ihrem „ausgeprägten unternehmerischen Ansatz“ über „das richtige Team und die richtige Technologie“ verfügt, „um diesen Markt genau zum richtigen Zeitpunkt zu erobern“. Dafür bauen die beiden Gründer auch auf ihre Verwurzelung im Schweizer Präzisionsmaschinenbau und die Nähe zur Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Beides sichere ihnen „langfristigen Zugang zu Europas führenden technischen Talenten". ce/mm

