(CONNECT) Mit ihrer neuen Masterclass-Fortbildung will die Denkfabrik FE+MALE Führungskräften und Fachleuten Werkzeuge für wirtschaftlich sowie sozial nachhaltige Entscheidungen vermitteln. Das Angebot steht im Kontext der Beat the Funding Bias Initiative (BFBI), die von einer Allianz unter Leitung von FE+MALE getragen wird. „Ziel ist, mit einem Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit unbewusste Vorurteile zu brechen“, heisst es in einer Mitteilung von Seiten der FE+MALE-Hauptinitiatorin Patricia M. Montesinos. Im Gegenzug steige der Erfolg von Investitionen, Resilienz sowie Reputation. Zudem werde das Wirtschaftswachstum gefördert. Adressiert werden Organisationen in den Bereichen Finanzen, Investitionen und Governance.
„Wir alle glauben, keine Vorurteile zu haben. Doch angesichts der hier exzellent vermittelten Frameworks wird klar, dass wir sie alle haben“, wird Stefan Jenni zitiert. Der CEO der Itau-Bank in Zurich hat an einer der ersten Masterclasses teilgenommen und betont die Bedeutung dieses Bewusstseins. „Es beeinflusst jede unserer täglichen Entscheidung“, ergänzt als weiterer Teilnehmer Samuel Turcati, Leiter der Gruppe Covid-19-Kredite und Bürgschaftswesen beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO.
Auf dem forschungsbasierten Programm stehen einerseits Grundlagen dafür, Verhaltens-Bias erkennen und ihre Nachteile einschätzen zu können. Laut Untersuchungen kann durch konsequent vorurteilsfreie Entscheidungen etwa der Umsatz pro investiertem Dollar verdoppelt werden. Andererseits geht es um praxisorientierte Instrumente zur Etablierung neuer Verhaltensweisen. „Im Alltag ist Verhaltensänderung schwierig, weil Zeit knapp ist und wir auf Gewohnheiten zurückgreifen. Sich Zeit zum Reflektieren zu nehmen, ist ein entscheidender erster Schritt. Ich nehme viele Erkenntnisse mit“, kommentiert nach einer Masterclass Alida Carcano, Mitgründerin des Tessiner Asset-Management-Unternehmens Valori.
Die Masterclasses von bis zu fünf Stunden werden spezifisch auf die Bedürfnisse der Organisationen zugeschnitten. Darüber hinaus bietet FE+MALE weitere Vermittlungsformate an: einen zweistündigen Workshop, ein eintägiges Training sowie ein Online-Programm.
FE+MALE will mit ihrem Engagement Wissen weitergeben und auch sektorübergreifende Netzwerke für einen systemischen Wandel schaffen. Am 17. März lädt die Initiative deshalb alle Interessierten zur Premiere der BFBI Biennale „A Path to 2030“ ein. Im Gottlieb Duttweiler Institut findet eine Konferenz statt und wird zum ersten Mal der Biennal Award an Organisationen vergeben, die eine Vorbildfunktion für Geschlechtergerechtigkeit besitzen. Bewerbungen sind noch bis zum 18. Februar möglich. ce/yvh

