Enact erhält 30 Millionen Dollar für Roboter mit Tastsinn

Zürich - Das Zürcher Robotikunternehmen Enact hat in einer frühen Finanzierungsrunde 30 Millionen Dollar erhalten. Das Start-up entwickelt ein künstliches Nervensystem, mit dem Roboter Kräfte und Berührungen wahrnehmen sollen. Damit sollen sie auch anspruchsvolle und wechselnde Aufgaben bewältigen können.

(CONNECT) Enact (Eta Robotics AG) hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 30 Millionen Dollar bekannt gegeben. Daran beteiligten sich gemäss einer Mitteilung die Risikokapitalgesellschaften Redalpine, Notion Capital und Firstminute Capital. Zu den Einzelinvestoren gehören der auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Wissenschaftler Yann LeCun und Arthur Mensch, Mitgründer des französischen KI-Unternehmens Mistral. Auch Andrew Lonsberry von Path Robotics und Thomas Wolf von Hugging Face haben investiert.

Enact will Robotern eine Art Tastsinn geben. Neben visuellen Informationen sollen sie auch Kräfte und Berührungen wahrnehmen können. Dafür entwickelt das Unternehmen nach eigenen Angaben ein künstliches Nervensystem, das Informationen direkt aus den Antrieben der Roboter gewinnt. Zusätzliche empfindliche Sensoren seien dafür nicht erforderlich. 

Das von Manuel Galliker gegründete Unternehmen entwickelt sogenannte Physical AI: KI, die Roboter befähigen soll, mit ihrer physischen Umgebung zu interagieren. Enact stimmt dafür die Robotertechnik und die dazugehörige KI von Anfang an aufeinander ab. Dadurch sollen die Roboter mit weniger Trainingsdaten auskommen, neue Handgriffe schneller erlernen und zuverlässiger arbeiten. „Die Bauweise bestimmt die Daten. Die Daten bestimmen das Modell“, so Galliker in einem Beitrag. 

Enact will damit vor allem Tätigkeiten automatisieren, bei denen sich die einzelnen Arbeitsschritte häufig unterscheiden. Auch dort soll sich der Einsatz von Robotern wirtschaftlich lohnen. Das 2026 gegründete Unternehmen will zudem sein Team ausbauen und hat mehrere Stellen ausgeschrieben. ce/as

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