Delta Labs bekommt 4,4 Millionen Euro Startkapital

Uetikon am See ZH - Delta Labs hat eine Frühfinanzierung in Höhe von 4,4 Millionen Euro erhalten. Die Ausgründung der Universität Zürich bietet seit sechs Monaten ihre Plattform Elaiia an. Damit können Unternehmen simulieren, wie Zielgruppen auf Produkte, Strategie und Kommunikation reagieren werden.

(CONNECT) Delta Labs hat in einer Frühfinanzierungsrunde 4,4 Millionen Euro aufgebracht. Investiert haben zwei deutsche Wagniskapitalgesellschaften: Cusp Capital aus Essen und der in Berlin ansässige Auxxo Female Catalyst Fund. Damit will die von CEO Dr. Cindy Candrian und CPO Dr. Anne Scherer 2022 gegründete Ausgliederung der Universität Zürich (UZH) gemäss einer Mitteilung den nächsten Schritt gehen. Scherer ist ehemalige Assistenzprofessorin in Quantitativem Marketing an der UZHCandrian promovierte mit ihrer Dissertation zum Verhältnis zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz (KI). Bereits 2024 wurde Delta Labs in die Forbes 30 Under 30-Liste aufgenommen.

Vor sechs Monaten hat Delta Labs Elaiia eingeführt. Diese „Self-Service-Plattform“ basiert auf einer „strengen Methodik“ für KI-gestützte Kundensimulationen. Mit Elaiia können Teams anhand kalibrierter Kundensegmente, die auf realen und unternehmensspezifischen Daten basieren, simulieren, wie ihre Kundschaft in einem bestimmten Land oder Segment wahrscheinlich reagieren wird, bevor sie kostspielige Massnahmen bezüglich Produkt, Preisgestaltung, Kommunikation und Strategie ergreifen. Damit soll Elaiia zeitaufwändige und ebenfalls kostspielige Verfahren der Sozial- und Marktforschung wie Umfragen und Fokusgruppen ersetzen.

Wie die beiden Gründerinnen ausführen, haben sie Delta Labs auf der Grundlage ihrer Forschungserfahrung ins Leben gerufen. Um zu verstehen und vorherzusehen, wie Kunden auf Entscheidungen reagieren werden, entwickelten sie ihre Methodik, die ihr Fachwissen auf den Feldern von Marktforschung, KI-gestützter Entscheidungsfindung, quantitativer Modellierung sowie die Wissenschaft der Mensch-Technik-Interaktion einbezieht. Dabei will Delta Labs laut UZH die Erkenntnisse aus der akademischen Forschung mit den realen Geschäftsanforderungen in der Industrie verbinden. Menschliche Werte sollen als Teil einer Ethik eine zentrale Rolle beim Einsatz von KI spielen. ce/mm

Zurück zur Übersicht