(CONNECT) ClearSpace aus Renens und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) haben eine Vereinbarung zum Entwickeln der nächsten Phase des Projekts Phoenix getroffen. Mit der Mission soll die Lebensdauer von Geo-Satelliten verlängert werden, heisst es in einer Mitteilung. Die 2018 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) mit Hauptsitz in Luxemburg übernimmt in dieser Phase Funktionen wie Positionsstabilisierung und Neupositionierung von Satelliten.
Dabei ist das Herzstück von Phoenix die von ClearSpace entwickelte neue Andocktechnologie. Sie ermöglicht es einem Wartungsraumschiff, eine sichere, vorhersehbare und zuverlässige mechanische Verbindung mit einem Satelliten herzustellen, der sich bereits in der geostationären Umlaufbahn befindet. Nach dem Andocken kann ein Serviceraumschiff Wartungen durchführen sowie neue Antriebs- oder Positionierungsmodule installieren. Betreibern wird somit ermöglicht, die Nutzungs- und Lebensdauer ihrer sich bereits im Orbit befindlichen Satelliten zu verlängern. Das Projekt Phoenix wird auf etwa 100 Millionen Euro geschätzt, die Finanzierung erfolgt im Rahmen des ESA-Programms „Industrielle Wettbewerbsfähigkeit“ innerhalb des ARTES-Programms (Advanced Research in Telecommunications Systems).
„Phoenix ist das Ergebnis des gemeinsamen Bestrebens, die Wartung von Satelliten im Orbit zu einer praktischen und wertvollen Fähigkeit für Satellitenbetreiber zu machen“, wird Luc Piguet, CEO und Mitbegründer von ClearSpace, in der Mitteilung zitiert. „Wir sind der ESA, Luxemburg und der Luxemburger Raumfahrtagentur sowie den Mitgliedstaaten, deren kontinuierliches Engagement für die europäischen Raumfahrtkapazitäten diesen Fortschritt ermöglicht hat, zutiefst dankbar. Ihre Unterstützung hat es erlaubt, ambitionierte Ideen in Technologien, Missionen und zunehmend greifbare Dienstleistungen umzusetzen.“ ce/ww

