(CONNECT) Das Bundesamt für Energie verleiht zum 19. und letzten Mal den nicht dotierten Schweizer Energiepreis Watt d'Or. Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich sowie die Vorteile innovativer Energietechnologien bekannt zu machen. Im Rahmen der Preisverleihung werden Sieger in den Kategorien Energietechnologien, erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude und Raum prämiert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Der serienreife Elektrotraktor Rigitrac SKE 40 e-direct mit europäischer Typengenehmigung überzeugte in der Kategorie energieeffiziente Mobilität. Die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi SZ entwickelte das Gefährt insbesondere für Arbeiten, bei denen Abgase und Lärm unerwünscht sind, etwa für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder auch in Gemüsetunnels oder bei Hallensportveranstaltungen.
In der Kategorie Energietechnologien siegt das Innovation Lab von Gaznat aus Aigle VD, das zusammen mit Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und Start-ups Technologien für die Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung zur Marktreife bringt. Dem Projekt zugrunde liegt das Konzept GreenGas, das in Aigle Wärme-Kraft-Kopplung, Photovoltaik, Elektrolyse, Wasserstoffspeicher, CO2-Abscheidung, Methanisierung und das Gasnetz von Gaznat miteinander vereint.
Eine alpine Fassadensolarstromanlage der endigo Holding AG aus Fiesch VS sicherte sich den Sieg bei den erneuerbaren Energien. Der leichte Holzbau mit Lamellenfassade, der in Fiesch installiert ist, steht stellvertretend für die Werte der endigo-Unternehmensgruppe: naturverbunden, zukunfts- und systemorientiert sowie technisch kompetent.
In der Kategorie Gebäude und Raum kürte die Jury das Hobelwerk-Areal in Oberwinterthur, das von der Baugenossenschaft mehr als wohnen, der Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab, alle aus Zürich, entwickelt wurde. Die Partner schufen ein energieeffizientes, nachhaltiges und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier, das künftig als Modell für den gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz dienen soll.
Für den Watt d'Or wurden 55 Bewerbungen eingereicht, 17 Beiträge wurden für die Endrunde nominiert. ce/ja

