Zürcher MAN-Chef lobt den Standort

Zürich - Zürich ist ein guter Standort für Hightech, sagt Hans Gut. Der Chef der MAN Diesel & Turbo Schweiz AG lobt die hohe Zahl talentierter Fachkräfte, die Lebensqualität und die offenen Ohren des Stadtrates. Weniger Freude hat er an den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes.

Die MAN Diesel & Turbo Schweiz AG ist der grösste Industriearbeitgeber in der Stadt Zürich. Die Nachfolgerin der Sulzer Turbo beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und produziert hier unter anderem Kompressoren für die Öl- und Gasindustrie. Die gesamte Produktion wird exportiert. Und dennoch ist Zürich der richtige Ort für das Unternehmen, sagt Geschäftsführer Hans Gut. „Der Standort ist für Hightech-Lösungen geeignet“, sagt der 55-Jährige in einem Interview für die „Neue Zürcher Zeitung“. Das Unternehmen brauche „talentierte Leute, die wir von den guten Universitäten und Fachhochschulen holen oder aus dem Ausland nach Zürich bringen“, sagt Gut. „Diese Stadt hat eine sehr hohe Lebensqualität.“

Gut lobt auch das Verhältnis mit den Behörden. So würden Sondertransporte rasch genehmigt. „Es geht schnell und klappt gut; wieder ein Vorteil für die Schweiz.“ Das Unternehmen finde „sehr viel Gehör beim Stadtrat“, so Gut. „Es ist absolut kein Problem, auf einen einzelnen Stadtrat mit einem Anliegen zuzugehen.“

Dagegen stören Gut die strengen Vorschriften des Denkmalschutzes. So entspreche das Geländer des Hauptgebäudes von 1955 nicht mehr den Sicherheitsvorschriften, das Dach der Fabrikhalle verfüge nur über eine Einfachverglasung. Beides dürfe nicht geändert werden. „Hier sollte man den Denkmalschutz übersteuern, aus gesundem Menschenverstand.“ stk

Zurück zur Übersicht