Die Immobilienmarktstudie „UBS Real Estate Focus 2018“ prophezeit den Angebotsmieten für Wohnungen einen regelrechten Sinkflug. Bis zu 10 Prozent sollten die Preise bei Neuvermietungen in den nächsten drei Jahren zurückgehen, heisst es in der Mitteilung der UBS zur Studie. Die Experten der Zürcher Grossbank machen dies an der Leerstandsquote von Mietwohnungen fest, die „2019 mit fast 3 Prozent ein neues Allzeithoch erreichen dürfte“, wie es in der Mitteilung heisst.
Derzeit liegen die Angebotsmieten noch rund 20 Prozent über den Bestandsmieten aus laufenden Mietverträgen. Steigende Leerstände hätten diese Differenz in der Vergangenheit regelmässig abgebaut, schreibt die UBS in der Mitteilung. „Vor diesem Hintergrund und der Erwartung leicht steigender Zinsen im Jahr 2018 dürften die Preise bei Wohnrenditeliegenschaften den Höhepunkt überschritten haben“, wird Claudio Saputelli, Leiter Global Real Estate von UBS CIO WM, zitiert.
Bei den Büroliegenschaften ist der UBS zufolge bereits seit Anfang 2016 ein Rückgang der Mieten zu beobachten. Hier müssten die Besitzer bei der Erneuerung von Mietverträgen mit Einbussen rechnen. Auch Wertkorrekturen in Liegenschaftsportfolios könnten weiterhin notwendig werden.
Beim Kauf eines Einfamilienhauses rechnen die Experten der Grossbank hingegen mit weiter leicht steigenden Preisen. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen dagegen seien „einem verschärften Wettbewerb durch sinkende Mietpreise ausgesetzt“. hs

