Wirtschaft blickt auf volle Auftragsbücher

Zürich - Der von der Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmangerindex für die Industrie ist zu Jahresbeginn leicht abgerutscht. Viele Subkomponenten deuten jedoch auf eine positive Entwicklung hin. Industrie und Dienstleistungssektor haben volle Auftragsbücher.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie hat im Januar gegenüber dem Dezember 2017 um 0,3 Punkte nachgegeben. Er schloss somit auf dem Stand von 65,3 Punkten. Den Analysten zufolge deuten die meisten Subkomponenten jedoch „auf anhaltenden Rückenwind“ für die Schweizer Industrie hin. So konnte beispielsweise die Subkomponente Auftragsbestand den höchsten Stand seit 2010 verzeichnen. Auch der Abbau der Lagerbestände von Fertigprodukten trotz verstärktem Einkauf und reger Produktion legten gute Aussichten für die Schweizer Industrie nahe. 

Im Bereich Einkauf wiesen die Subkomponenten Einkaufspreise und Lieferfristen Höchststände aus. Für die Analysten ist beides ein Zeichen von Knappheit, „die tendenziell preistreibend wirkt“, heisst es im PMI. Sie prognostizieren das Ende negativer Inflationsraten und sagen den Konsumentenpreisen in diesem Jahr einen Anstieg um 0,5 Prozent voraus. 

Der PMI im Dienstleistungssektor schloss im Januar um 5,3 Punkte höher als im Vormonat auf dem Stand von 62,8 Punkten. Der Dienstleistungsindex weise generell starke Schwankungen auf, deswegen dürfe „ein einzelner Monatswert nicht überinterpretiert werden“, schreiben die Analysten. Sie gehen gleichwohl von einer positiven Dynamik auch im Dienstleistungssektor aus, da die Subkomponenten Neuaufträge und Auftragsbestand weit in der Wachstumszone notieren. hs

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