Der von der UBS erhobene Immobilienblasenindex ist im letzten Quartal 2017 auf 1,32 Punkte gesunken. Er ist damit weit von einer Blase entfernt, verharrt aber mit einem Stand oberhalb der Einpunktgrenze weiterhin im Risikobereich.
Für das Absinken des Index gegenüber dem Vorquartal machen die Experten der UBS das „anhaltend tiefe Wachstum der Hypothekarverschuldung der Haushalte beim Bankensektor“ verantwortlich. Da Hypotheken jedoch vermehrt auch von Versicherungen und Pensionskassen vergeben werden, dürfte der Index die tatsächlichen Risiken für eine Blase derzeit leicht unterschätzen, erläutern die Experten in der Mitteilung zum Index.
Anlass zur Besorgnis bieten ihnen zufolge vor allem steigende Ungleichgewichte zischen den Miet- und den Eigenheimpreisen. Während die Angebotsmieten um 0,4 Prozent weiter gefallen seien, verharre die allgemeine Teuerung auf dem Niveau des Vorquartals, heisst es in der Mitteilung. In Blasengefahrenregionen der Deutschschweiz und den Tourismusregionen müsse ein Käufer derzeit teilweise deutlich mehr als 35 Jahresmieten für ein Eigenheim auf den Tisch legen. Allgemein seien mittlerweile „über 30 Jahresmieten nötig, um ein Eigenheim zu erwerben“. hs

