Laut der Prognose vom UBS Chief Investment Office Wealth Management wird das Schweizer Bruttoinlandsprodukt 2018 um 1,8 Prozent anwachsen. Wenn die Nachbarländer Frankreich und Italien ihrerseits zulegen, könnte das Wachstum sogar 2 Prozent erreichen, heisst es in einer Medienmitteilung der UBS.
Der globale Aufschwung, neben der Abschwächung des Frankens seit Mitte 2017 zweiter Grund für die Konjunkturbelebung, werde durch die Normalisierung der Geldpolitik durch die Zentralbanken gestützt. So erwartet die Zürcher Grossbank auch, dass die Europäische Zentralbank noch in diesem Jahr ihr Anleihenaufkaufprogramm beendet.
Von diesen Entwicklungen soll die Schweizer Exportbranche profitieren. Die Arbeitslosigkeit wird nach Erwartung der UBS-Ökonomen erstmals seit 2012 unter die 3-Prozent-Marke sinken. Die Inflationsrate für das Jahr 2018 wird nach ihrer Meinung bei 0,6 Prozent liegen. Aufgrund des schwächeren Frankens könne die Schweizerische Nationalbank (SNB) zudem ihren geldpolitischen Stimulus reduzieren. So rechnet die UBS mit einer Leitzinserhöhung von -0,75 Prozent auf -0,5 Prozent im Dezember.
Ein Wiederstarken des Franken bezeichnet die UBS hingegen als Risiko für die Schweizer Wirtschaft. Der Franken könne durch zunehmende Spannungen in Korea anziehen. Auch wenn sich die Kapitalmärkte gegen Italien wenden sollten, wenn dort im Frühjahr keine „reformwillige und -fähige“ Regierung zustande kommen sollte, könnte der Franken wieder steigen. jh

