Softbank will Sitze im Verwaltungsrat von Swiss Re

Zürich - Der japanische Telekomkonzern Softbank will bei der geplanten Beteiligung an Swiss Re auch mehrere Sitze im Verwaltungsrat einnehmen. Parallel zu den laufenden Softbank-Gesprächen gibt Swiss Re den Abschluss seines Aktienrückkaufprogramms bekannt.

Anfang Februar wurde bekannt, dass Softbank beim Zürcher Rückversicherer Swiss Re einsteigen will. Laut Medienberichten will der japanische Konzern bis zu einem Drittel der Aktien von Swiss Re übernehmen. Dazu müsste er rund 10 Milliarden Franken auf den Tisch legen. Wie die „Financial Times“ nun in einem Artikel schreibt, will Softbank auch mehrere Sitze im Verwaltungsrat von Swiss Re einnehmen.

Den Einstieg bei Swiss Re will Softbank selbst finanzieren und nicht über seinen Investmentfonds. Letzterer ist mit einem Volumen von 93 Milliarden Dollar der weltweit grösste Private-Equity-Fonds. Hinter ihm stehen unter anderem auch ein Staatsfonds aus Saudi-Arabien und Apple.

Dem Artikel der „Financial Times“ zufolge werden sich Softbank-Gründer Masayoshi Son und der Verwaltungsratschef des Rückversicherers, Walter Kielholz, in den kommenden Wochen treffen. Der japanische Konzern werde bei den Gesprächen von UBS-Chef Sergio Ermotti unterstützt.

Während die Medien über den möglichen Einstieg von Softbank bei Swiss Re berichten, gibt der Rückversicherer den Abschluss seines im November 2017 lancierten Aktienrückkaufprogramms bekannt. Im Rahmen dieses Programms hat Swiss Re insgesamt 10,8 Millionen eigene Aktien zu einem Anschaffungswert von insgesamt 1 Milliarde Franken erworben. Das öffentliche Aktienrückkaufprogramm hatte das Ziel, überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. ssp

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