(CONNECT) Die von Schweizer Privatbanken verwalteten Vermögen sind 2025 auf den Rekordwert von rund 3,5 Billionen Franken gestiegen. Verantwortlich dafür waren insbesondere Netto-Neugeldzuflüsse von 96 Milliarden Franken – was gemäss einer Mitteilung einem Plus von rund einem Drittel entspricht – sowie positive Performance-Effekte von 81 Milliarden Franken.
Laut der aktuellen Studie Clarity on Swiss Private Banks von KPMG Schweiz und der Universität St.Gallen verschlechterte sich die Profitabilität der Branche trotz des Vermögenswachstums. Die Erträge stiegen zwar um 321 Millionen (1,5 Prozent) auf 21,6 Milliarden Franken, die Kosten nahmen mit 3 Prozent jedoch stärker zu.
Besonders stark vom Gewinnrückgang betroffen waren mittelgrosse Privatbanken. Ihr Nettogewinn brach um rund 46 Prozent ein. Bei grossen Instituten betrug der Rückgang rund 6 Prozent, bei kleineren Häusern 5 Prozent. Gleichzeitig stieg das Kosten-Ertrags-Verhältnis im Median von 75,6 auf 78,2 Prozent. „Wachstum bei den verwalteten Vermögen allein genügt nicht. Entscheidend ist, ob daraus nachhaltige Erträge und Effizienzgewinne entstehen”, so Studienleiter Christian Hintermann, Partner bei KPMG Schweiz.
Die Konsolidierung der Branche setzte sich fort. Gab es 2024 noch 85 Schweizer Privatbanken, waren es Ende 2025 noch 80 und Ende Mai 2026 lediglich 79 Institute.
Erstmals untersuchte die Studie zudem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Rund vier Fünftel der befragten Institute nutzen KI zur Steigerung der Produktivität, eine systematische Einbindung bleibt jedoch die Ausnahme. Messbare Auswirkungen auf Kosten oder Erträge blieben bisher weitgehend aus. ce/as

