Einer Mitteilung von PwC Schweiz zur Studie „Executive Compensation & Corporate Governance: Insights 2017“ zufolge legten die Managerlöhne in den Jahren 2009 bis 2016 kräftig zu. CEOs von im Swiss Market Index (SMI) kotierten Unternehmen verdienten im letzten Jahr rund 41 Prozent mehr als 2009. Die Jahresgehälter von im SMIM-Index kotierten mittelgrossen Unternehmen kletterten im selben Zeitraum sogar im Mittel um 67 Prozent. Bei den kleinen börsenkotierten Unternehmen wurde ein Anstieg um 12 Prozent registriert.
In der Studie werden dabei deutliche Unterschiede zwischen der Finanz- und der Industriebranche deutlich gemacht. So ist die Medianvergütung für CEOs in SMI-Unternehmen ausserhalb der Finanzbranche seit 2009 von 5,2 auf 7,7 Millionen Franken gestiegen. Ihre Kollegen in der Finanzbranche verdienen mit 9,2 Millionen Franken im Mittel zwar immer noch mehr. Ihre Vergütungen fallen damit im Vergleich zu 2009 jedoch um rund 27 Prozent geringer aus. „Die Abzockerinitiative hat insgesamt die Vergütungen nicht reduziert, aber zu einer grösseren Transparenz und Sensibilisierung hinsichtlich Extremwerten geführt“, wird Robert W. Kuipers, Partner People and Organisation Consulting bei PwC Schweiz, dazu in der Mitteilung zitiert. „Die Managervergütung in der Finanzbranche scheint nach der Finanzkrise besonders ins Blickfeld der Aktionäre und der Öffentlichkeit gerückt zu sein.“
Gleichzeitig schliesst die Vergütung in SMIM-Unternehmen dichter zu der in SMI-Unternehmen auf. Verdiente ein SMI-CEO 2009 noch das 2,6-Fache seines SMIM-Kollegen, betrug das Verhältnis 2016 nur noch 2,2. Im Vergleich zum CEO eines kleinen börsenkotierten Unternehmens wuchs der Abstand des SMIM-CEO dagegen vom 1,8-Fachen auf das 2,7-Fache an. hs

