Kooperation zwischen ETH und IBM rechnet sich

Zürich - Vor rund sechs Jahren haben die ETH und IBM ein gemeinsames Labor zur Forschung im Bereich Halbleiter-Nanotechnologie eröffnet. ETH-Professor Christofer Hierold zieht eine positive Bilanz. Bald werde jedoch eine Erweiterung nötig.

Am Dienstag findet an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ein Symposion über das Binnig and Rohrer Nanotechnology Center (BRNC) statt. Dabei soll Zwischenbilanz über das bisher Erreichte gezogen werden. Das gemeinsame Labor der ETH und des IT-Riesen IBM in Rüschlikon ZH wurde vor rund sechs Jahren eröffnet. Forscher untersuchen dort etwa nanostrukturierte Materialien und Bauelemente für die Quanten-Informationstechnologie, Datenspeicherung oder Energiespeicher.

„Dank der Partnerschaft mit IBM konnten wir zu günstigen Konditionen ein weiteres grosses Reinraumlabor bauen“, so ETH-Professor Christofer Hierold in einem Interview mit ETH News. Die Rechnung sei aufgegangen. „Beide Partner nutzen das Labor zu gleichen Teilen und sehr intensiv.“ Der Reinraum sei nun vollständig ausgerüstet. Rund 25 Millionen Franken wurden dafür ausgegeben. Die Kosten wurden hälftig von der ETH und IBM getragen.

Bald muss das Labor nach Ansicht von Hierold jedoch bereits erweitert werden. „Wir müssen Acht geben, dass wir unsere Position halten. Andere Hochschulen und Institute, zum Beispiel in China und den USA investieren aktuell in neue Technologieplattformen”, erklärt er. „Längerfristig brauchen wir Reinräume und Labore, die mehr können als die heutigen, in denen man zum Beispiel die verschiedensten Materialien kombinieren kann”, so der ETH-Professor. ssp

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