Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse erhobene Einkaufsmangerindex (PMI) für die Industrie schloss im Dezember mit 65,2 Punkten in etwa auf dem Stand des Vormonats und weiterhin weit in der Wachstumszone. Auch der über das gesamte Jahr 2017 gemittelte Durchschnittswert des PMI von 60 Punkten wurde nur in den von aussergewöhnlich starkem Wachstum geprägten Jahren 2010, 2006 und 2000 übertroffen, erläutern die Analysten im PMI. Ihnen zufolge wirken sich vor allem die robuste Konjunktur im Ausland“ und der schwächere Franken „positiv auf die hiesige Industrie aus, die ihre Produktivität unter dem Druck der – zeitweise massiven – Überbewertung des Franken erhöht hat“.
Auch in den kommenden Monaten sollte die Schweizer Industrie vom anhaltenden Rückenwind profitieren. Insbesondere die Subkomponente Auftragsbestand hat im Dezember gegenüber dem bereits hohen Wert vom November erneut zugelegt und den Stand von 70,0 Punkten erreicht. Längere Lieferfristen und ein Abbau der Bestände an Vorprodukten trotz hoher Produktion zeugten zudem von einem „überraschend hohen Bedarf“. Auf den Arbeitsmarkt wird diese Entwicklung den Analysten zufolge jedoch nur zögerlich durchschlagen. Sie gehen davon aus, dass „die Rückgewinnung der Margen und der Gewinne“ für die Unternehmen wichtiger ist.
Der PMI im Dienstleistungssektor schloss im Dezember dagegen mit 55,7 Punkten um 5,8 Indexpunkte unter dem Wert vom November. Da der Dienstleistungsindex generell hohe Schwankungen aufweise, sei dieses Abrutschen jedoch „wohl ein Ausreisser“, schreiben die Analysten. Ihrer Ansicht nach sind die Aussichten für 2018 „auch für den Dienstleistungssektor insgesamt positiv“. hs

