(CONNECT) Laut einer Mitteilung des Zürcher Bankenverbandes stellt der Zürcher Finanzplatz eine „tragende Säule für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat“ dar. Der Bankenverband stützt sich bei dieser Aussage auf eine Studie, welche die Managementberatung Oliver Wyman im Auftrag des Bankenverbandes durchgeführt hat.
Gemäss der Studie stellt der Finanzplatz Zürich über 100'000 Arbeitsplätze und trägt rund 16 Prozent zur Wertschöpfung in der Region Zürich bei. Die Banken am Zürcher Finanzplatz decken rund 30 Prozent des schweizweiten Finanzierungsbedarfs von Unternehmen und Haushalten. Die Einnahmen der Stadt Zürich aus der Unternehmenssteuer werden zu rund der Hälfte von Banken und Versicherungen erbracht.
Die Fachleute der Managementberatung sehen den Finanzplatz Zürich bei einer starken Ausgangslage wachsendem internationalem Druck ausgesetzt. Intern habe die Konsolidierung im Bankensektor und hier vor allem die Integration der Credit Suisse in die UBS „die Marktstruktur nachhaltig verschoben“. Global arbeiteten andere internationale Finanzzentren wie London, Singapur und Hongkong an der Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.
Damit der Finanzplatz Zürich seine Stellung im internationalen Wettbewerb halten und verbessern kann, müssten laut Studie Finanzsektor, Realwirtschaft und Politik auf drei Feldern zusammenarbeiten. Das erste Feld ist die Gestaltung und Weiterentwicklung des Angebots an Finanzdienstleistungen für Wirtschaft und Bevölkerung, das zweite die Sicherung und Verbesserung der Standortattraktivität und das dritte die Meisterung von technologischem Wandel und Talentsuche.
Der Finanzplatz Zürich sei „ein zentraler Leistungsträger für Wirtschaft und Staat – und damit auch ein strategischer Standortfaktor für die Schweiz“, wird Christian Bretscher, Geschäftsführer des Zürcher Bankenverbands, in der Mitteilung zitiert. „Gerade bei weiteren Regulierungsschritten ist es deshalb zentral, gute Rahmenbedingungen zu erhalten, sonst schwächen wir die gesamte Volkswirtschaft.“ ce/hs

