ETH bekommt einen der modernsten Quantencomputer von IBM

Zürich/Lugano/Bethesda - Am nationalen Supercomputing-Zentrum CSCS der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in Lugano wird ein IBM Quantum System Two mit dem neuen Nighthawk-Prozessor von IBM installiert. Die Nutzungsvereinbarung zwischen der ETH und IBM gilt drei Jahre.

(CONNECT) Die ETH und IBM haben die Installation eines IBM Quantum System Two am Nationalen Hochleistungsrechenzentrum CSCS der ETH in Lugano bekanntgegeben. Dieses erste IBM Quantum System Two der Schweiz, das mit dem neuesten IBM Nighthawk-Chip ausgestattet sein wird, gehört zu den fortschrittlichsten Quantencomputern der Welt. Er soll Ende 2026 in Betrieb gehen.

Möglich wird dies durch ein sogenanntes Offset-Geschäft zwischen dem in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland ansässigen Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin und armasuisse, dem Bundesamt für Rüstung der Schweiz. „Wir freuen uns, der ETH Zürich einen unserer fortschrittlichsten Quantencomputer zur Verfügung zu stellen“, wird Katharina Göppinger zitiert. Sie ist Country General Manager und Vorsitzende der Geschäftsleitung von IBM Schweiz. „Damit wollen wir gemeinsam Quantenkompetenzen aufbauen und Innovationen und Forschung in der Schweiz weiter vorantreiben.“

Der neue Quantencomputer wird am CSCS direkt neben dem Supercomputer Alps aufgebaut. Die Verfügbarkeit beider Systeme eröffnet laut ETH neue Perspektiven. So könnten Forschende damit Fortschritte bei der Entwicklung neuer Materialien, effizienterer industrieller Verfahren und energieeffizienterer Technologien entstehen.

„Wer Quantencomputer programmieren will, muss sowohl Informatik beherrschen als auch Quantenphysik verstehen“, erklärt Renato Renner, der an der ETH Professor für theoretische Physik ist. „Mit direktem Zugang zu einem der fortschrittlichsten Quantencomputer werden sich nun deutlich mehr Studierende und Forschende einfacher mit dieser Technologie beschäftigen können.“

Die Nutzungsvereinbarung zwischen IBM und der ETH erstreckt sich auf drei Jahre. Zusätzlich gewinnt die Partnerschaft zwischen beiden an Bedeutung: Ende März 2026 hatten sie eine zehnjährige Forschungsinitiative zur gemeinsamen Entwicklung neuer Algorithmen an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing öffentlich gemacht. ce/mm

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