Axpo speist Biomethan ins italienische Netz ein

Baden AG/Grottole - Axpo hat das erste Biomethan in das italienische nationale Gasnetz eingespeist. Das in der Biogasanlage von Grottole erzeugt Gas soll jährlich 45 Gigawattstunden Energie erzeugen. Mit dem Schritt erweitert Axpo sein Portfolio im Bereich der erneuerbaren Gase.

(CONNECT) Die Axpo AG mit Sitz in Baden hat das erste Biomethan aus ihrer Gasanlage in Grottole in der italienischen Region Basilikata ins nationale Gasnetz gespeist. Wie es in einer Mitteilung heisst, sollen in der Biomethananlage jährlich 45 Gigawattstunden Energie erzeugt werden. Diese Energiemenge entspricht laut Unternehmensinformation etwa dem Bedarf von 3200 Haushalten in der Region. Mit dem Angebot sollen 9000 Tonnen direkter Kohlendioxidemission vor Ort eingespart werden.

Bis zum vollständigen Hochlauf der Anlage, die die Axpo 2024 als baureifes Projekt erworben hatte, wird es voraussichtlich noch sechs Monate dauern. Die Biomethananlage in Grottole nutzt landwirtschaftliche Nebenprodukte aus benachbarten Betrieben zur Herstellung CO2-armen Biogases. Axpo sieht in dem Projekt einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

„Diese erste Gaseinspeisung ist mehr als nur eine technische Errungenschaft“, wird Véronique Abrate, Leiterin von Biogas International bei Axpo, in der Mitteilung zitiert. „Sie beweist, dass die Biomethan-Strategie von Axpo echte, greifbare Ergebnisse liefert. Wir beginnen nun in Italien mit der Produktion von erneuerbarem Gas in grossem Massstab, und dies ist erst der Anfang unserer Expansion.“ Andy Heiz, Leiter Generation & Distribution und stellvertretender CEO von Axpo, sieht mit dem Start „das Ergebnis jahrelanger strategischer Planung, sorgfältiger Umsetzung und eines engen Dialogs mit den lokalen Behörden. Dies ist ein bedeutender Beweis für unser anhaltendes Engagement für Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien – eine Energieinfrastruktur, die funktioniert, das Netz speist und Gemeinden mit Energie versorgt.“

Mit der italienischen Papierfabrik Cartiere del Garda hat Axpo für die Anlage einen langfristigen Gasabnahmevertrag geschlossen. Dieser Vertrag stellt für Antonio Di Blas, Werksleiter bei Cartiere del Garda, „eine grossartige Gelegenheit dar, die CO2-Emissionen unserer Produktionsanlagen zu reduzieren“. ce/ww

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