(CONNECT) Das Interesse ausländischer Investoren an Schweizer KMU steigt. Das zeigt die aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte zu den Übernahmen und Fusionen in der Schweiz. Danach übernahmen ausländische Investoren im vergangenen Jahr 104 Schweizer KMU, so viel wie noch nie seit Start der Studienreihe 2013. 2024 übernahmen Ausländer 63 Schweizer KMU. 83 Prozent der ausländischen Investoren kamen aus Europa. Frankreich lag mit 27 Prozent erstmals vorn, gefolgt von Deutschland mit 19 Prozent. Das Interesse aus den USA hat abgenommen, von dort kamen nur noch 8 Prozent der Investoren.
Die Zahl der Übernahmen durch Schweizer Investoren in der Schweiz hat mit 53 Übernahmen leicht zugenommen. Im vergangenen Jahr waren es nur 48 Übernahmen gewesen. Aber noch 2021 übernahmen Schweizer Investoren 73 Schweizer KMU. Auch das Schweizer Interesse an KMU im Ausland hat abgenommen. Mit 51 Übernahmen im Ausland zählte Deloitte so wenige wie seit 2021 nicht mehr. Von den 208 Übernahmen betrafen 50 den Kanton Zürich, je zwölf die Kantone Aargau und Zug.
Ein Drittel aller Übernahmen von Schweizer KMU betraf IT-Unternehmen, ein Fünftel Life Sciences- und Gesundheitsunternehmen, gefolgt von 13 Prozent im Bereich Unternehmensdienstleistungen.
Beteiligungsgesellschaften waren an 116 der 208 Übernahmen beteiligt, eine Zunahme von 45 Prozent. Die Zunahme betraf vor allem ausländische Übernahmen von Schweizer KMU: An 59 dieser Übernahmen waren Beteiligungsgesellschaften beteiligt, eine Zunahme von 156 Prozent.
„Internationale Investoren suchen gezielt nach resilienten Unternehmen und innovativen Produkten mit langfristigem Wachstumspotenzial – und finden diese zunehmend in Schweizer KMU“, wird Kristina Faddoul, Leiterin Strategy, Risk & Transactions Advisory bei Deloitte Schweiz, in einer Mitteilung zur Studie zitiert. ce/ug

