Aufschwung erreicht Arbeitsmarkt

Zürich - Der von der Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie hat sich weit in der Wachstumszone stabilisiert. Davon wird auch der Arbeitsmarkt erfasst. Auch der PMI im Dienstleistungssektor weist auf Beschäftigungswachstum hin.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse erhobene PMI für die Industrie hat im Februar gegenüber dem Januar um 0,2 Indexpunkte auf den Stand von 65,5 Zählern zugelegt. Er notierte damit weiterhin weit in der Wachstumszone und auf einem Niveau, wie es sonst nur in Jahren mit sehr hohem Wirtschaftswachstum erreicht wurde, halten die Analysten im PMI fest. Ihnen zufolge könnte die in fast allen Subkomponenten manifestierte wirtschaftliche Erholung nun auch auf den Arbeitsmarkt durchzuschlagen: „Die Beschäftigungserholung scheint sich zu festigen, und die Arbeitslosenquote könnte stärker zurückgehen als wir bisher angenommen haben.“ 

Lediglich bei der Subkomponente Lagerhaltung liesse der im Vergleich zum Januar deutlich gestiegene Bestand an Vorprodukten mehrere Interpretationen zu, heisst es weiter im PMI. Die Gründe könnten in der Erwartung steigender Nachfrage, aber auch in einer schwächeren als der erwarteten Nachfrage liegen. Gestiegene Einkaufspreise legten es jedoch nahe, den Grund in der Erwartung weiterer Preissteigerungen für Vorprodukte zu suchen.  

Der PMI im Dienstleistungssektor schloss im Februar mit 62,9 Zählern fast unverändert gegenüber dem Vormonat. Die Subkomponenten Neuaufträge, Auftragsbestand und Geschäftstätigkeit wiesen, aber auch hier „auf eine zukünftige Beschleunigung der Aktivität im Schweizer Dienstleistungssektor hin“, schreiben die Analysten. Die Subkomponente Beschäftigte legte im Februar um kräftige 2,7 Punkte auf den Stand von 58,4 Zählern zu. Den Analysten zufolge könnte auch Beschäftigungserholung somit auch im Dienstleistungssektor „doch nachhaltiger ausfallen, als wir bisher angenommen haben“. hs

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