Gute Aussichten bei der Besteuerung von Kapitalleistungen aus Vorsorge

Der Kantonsrat hat am 2. November 2020 in seiner ersten Lesung die Parlamentarische Initiative von FDP Kantonsrat und ZHK Vorstandsmitglied Andreas Geistlich angenommen. Dadurch würden Kapitalleistungen aus Vorsorge deutlich weniger stark besteuert.

Die Besteuerung von Kapitalleistungen aus Vorsorge unterliegt heute im Kanton Zürich der gleichen Progression wie die Einkommenssteuer, was vor allem hohe Bezüge von Kapital aus der 2. und 3. Säule stark belastet. Diese unverhältnismässige Besteuerung macht den Kanton Zürich im Vergleich zu anderen Kantonen als Wohnsitzkanton unattraktiv. Viele Personen ziehen daher vor der Pensionierung in einen anderen, wesentlich steuergünstigeren Kanton. Auffällig ist die Tatsache, dass hohe Bezüge von Kapitalleistungen in der Schweiz nicht im Kanton Zürich erfolgen, was darauf hindeutet, dass ganze Vermögen und weitere Einkommensströme aus dem Kanton Zürich abwandern.

Aus diesem Grund forderte der FDP Kantonsrat Andreas Geistlich in einer parlamentarischen Initiative die Übernahme jenes Mechanismus, der für die Kapitalleistungen auch in anderen Kantonen und bei der direkten Bundessteuer angewendet wird, was vor allem hohe und höchste Bezüge stark entlasten würde. Dadurch soll die Wohnsitzattraktivität des Kantons Zürich gesteigert werden.

Von SVP bis GLP votierte man für die während der parlamentarischen Phase leicht abgespeckten Vorlage, welche die Grundanliegen aber nach wie vor aufnimmt. Die zweite Lesung findet noch in diesem Quartal statt. Wenn es bei diesem Resultat bleibt, setzt der Kantonsrat ein wichtiges und richtiges Zeichen für die Steuerzahler und die Standortattraktivität des Kantons.

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