US-Konzerne hängen Europas Wirtschaft ab

Zürich - Die grössten Unternehmen in den USA weisen ein fast doppelt so hohes Umsatzwachstum wie ihre Konkurrenten in Europa auf. Auch beim Betriebsergebnis haben US-Konzerne in punkto Wachstum die Nase vorn. Dies hat eine Analyse von EY der weltweit 1000 grössten Unternehmen ergeben.

„US-Konzerne sind in punkto Umsatz- und Gewinnwachstum weltweit führend“, leitet EY eine Mitteilung des Beratungsunternehmen zu einer Analyse der weltweit 1000 umsatzstärksten Unternehmen ein. Ihren Ergebnissen zufolge wiesen die grössten nordamerikanischen Unternehmen im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 9,0 Prozent auf. Ihre Konkurrenten in Europa brachten es dagegen nur auf durchschnittliche 4,3 Prozent. Die 17 Schweizer Konzerne in der Liste konnten 2018 immerhin ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 5,8 Prozent ausweisen.

Auch beim operativen Gewinnwachstum verlören „Europas Top-Konzerne den Anschluss“, schreibt EY in der Mitteilung weiter. Hier legten amerikanische und asiatische Konzerne 2018 ein durchschnittliches Wachstum um 8,1 beziehungsweise 9,8 Prozent vor. Europäische Grossunternehmen konnten ihr Betriebsergebnis dagegen im Schnitt nur um 3,9 Prozent steigern. Die 17 grössten Schweizer Unternehmen wiesen allerdings ein beeindruckendes Wachstum des Betriebsergebnisses von durchschnittlich 9 Prozent aus.

„Die Top-US-Konzerne sind derzeit in vielen Branchen das Mass der Dinge“, wird Stefan Rösch-Rütsche, Partner und Leiter Transaction Advisory Services von EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Sie profitieren vom grossen und prosperierenden Heimatmarkt und von der hervorragenden Entwicklung der US-Technologie-Konzerne.“ Zudem gäben die USA und China „in der digitalen Wirtschaft derzeit den Takt vor“. Dem habe Europa noch wenig entgegenzusetzen. hs

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