Sika-Aktionäre akzeptieren Einigung

Baar ZG - Die Aktionäre der Sika AG haben die Einführung einer Einheitsnamenaktie beschlossen. Mit der ausserordentlichen Generalversammlung ist der Streit zwischen dem Verwaltungsrat und der Schenker-Winkler Holding endgültig beigelegt.

Beim Zuger Bauchemiker Sikakehrt wieder Frieden ein. Die Aktionäre haben an der ausserordentlichen Generalversammlung von Montag beschlossen, eine Einheitsnamenaktie einzuführen, das Opting-out und die Vinkulierung der von der Schenker-Winkler Holding AG gekauften Sika-Namenaktien aufzuheben und diese Aktien zu vernichten. Das Aktienkaptal wurde entsprechend herabgesetzt. Die Schenkler-Winkler Holding hielt die Interessen der Gründerfamilie Burkhard.

Damit wurden die Instrumente beseitigt, die es der Schenker-Winkler Holding erlaubt hatten, die Sika AG zu kontrollieren und diese Kontrolle Ende 2014 an den französischen Konkurrenten Saint-Gobain zu verkaufen. Die Sika-Führung unter Sika-Verwaltungsratspräsident Paul Hälg und Sika-CEO Paul Schuler wehrte sich gegen den Verkauf. Mitte Mai einigten sich beide Seiten. Danach übernahm Saint-Gobain den Anteil der Burkhard-Familie am Zuger Baustoffkonzern für 3,22 Milliarden Franken. Davon reichte Saint-Gobain 6,97 Prozent der Sika-Aktien für 2,08 Milliarden Franken an Sika weiter, die nun vernichtet worden sind. Im Besitz des französischen Industriekonzerns verbleiben danach 10,75 Prozent der Anteile des Zuger Baustoffkonzerns.

Die Aktionäre wählten mit Justin Howell nun auch einen Vertreter der Bill- und Melinda Gates-Stiftung in den Verwaltungsrat. stk

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