QIAGEN vereinfacht RNA-Analyse

Hombrechtikon ZH - QIAGEN hat eine neue Technologie für die Bibliotheksvorbereitung bei der RNA-Sequenzierung entwickelt. Für die Forschung irrelevante RNA-Typen werden dabei erkannt und blockiert.

Viele genetische Prozesse der Zellen werden von der Ribonukleinsäure (RNA) gesteuert, erläutert QIAGEN in der entsprechenden Mitteilung. In funktionellen Genomanalysen mittels sogenanntem Next-Generation Sequencing (NGS) spielt die RNA daher eine wichtige Rolle. Der dabei notwendige Prozess der Bibliotheksvorbereitung werde jedoch „häufig durch einige RNA-Typen verlangsamt, die in Zellen zwar reichlich vorhanden, jedoch irrelevant für die spezielle Forschung sind“, schreibt QIAGEN weiter. Der Anbieter von Technologien für die molekulare Diagnostik hat hier nun ein Verfahren entwickelt, mit dem solche irrelevanten RNA-Typen erkannt und aussortiert werden können.

„Das QIAseq FastSelect-RNA-Entfernungskit ermöglicht eine schnelle und selektive Entfernung von RNA aus allen Proben, selbst aus den schwierigsten FFPE-Proben, so dass Forscher reproduzierbare RNA-Sequenzierungsergebnisse erzielen und dabei Zeitaufwand und RNA-Sequenzierungskosten minimal halten können“, wird Thomas Schweins, Senior Vice President des Geschäftsbereichs Life Sciences bei QIAGEN, dazu in der Mitteilung zitiert. „Das QIAseq FastSelect RNA-Kit kann in einem einfachen Arbeitsschritt das erreichen, was die aktuellen RNA-Sequenzierungslösungen in über 30 Schritten erreichen.“

Unternehmensschätzungen zufolge beläuft sich der globale Markt für die Bibliotheksvorbereitung bei der RNA-Sequenzierung auf rund 400 Millionen Dollar. QIAGEN wird seine neue Technologie auf der Konferenz der American Society of Human Genetics (ASHG) vom 16. bis 20. Oktober in San Diego vorstellen. Die im niederländischen Venlo ansässige Holdinggesellschaft QIAGEN N.V. ist in der Schweiz mit einer Tochtergesellschaft in Hombrechtikon ZH aktiv. hs

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