Nachhaltige Schokolade soll zur Norm werden

Zürich - Bis 2025 will Barry Callebaut seine Schokolade ausschliesslich nachhaltig produzieren. Derzeit stammen 44 Prozent der Rohwaren des Zürcher Schokoladenherstellers aus nachhaltigen Quellen. Zudem geht das Unternehmen gegen Kinderarbeit und Bauernarmut vor.

In seinem „Forever Chocolate-Fortschrittsbericht 2017/18“ zeigt Barry Callebaut die Fortschritte auf, die der Zürcher Schokoladenhersteller bei seinen Nachhaltigkeitszielen im letzten Jahr gemacht hat. Einer Mitteilung zum Bericht zufolge stammen derzeit 44 Prozent des Kakaos und 44 Prozent der übrigen Rohwaren bei Barry Callebaut aus nachhaltiger Produktion. Im Jahr zuvor hatten die entsprechenden Werte 36 beziehungsweise 30 Prozent betragen. „Da inzwischen 44 Prozent unserer Zutaten aus nachhaltigen Quellen stammen, sind wir auf gutem Kurs, um nachhaltige Schokolade bis 2025 zur Norm zu machen“, wird Antoine de Saint-Affrique, CEO der Barry Callebaut Gruppe, in der Mitteilung zitiert.

Bei seinem Nachhaltigkeitsziel hat Barry Callebaut vier Bedingungen definiert, die das Unternehmen bis 2025 erfüllt haben will. Im Einzelnen sollen über 500.000 Kakaobauern aus der Armut befreit und Kinderarbeit in der eigenen Wertschöpfungskette ausgeschlossen werden. Darüber hinaus will Barry Callebaut eine positive Bilanz bei den CO2-Emissionen der Produktions- und Lieferkette erreichen. Schutzmassnahmen sollen zudem verhindern, dass für die Schokoladenproduktion des Unternehmens Wälder abgeholzt werden.

Bis heute hat der Zürcher Schokoladenhersteller nach eigenen Angaben mehr als 130.000 Farmen den Weg aus der Armut ermöglicht. Die CO2-Bilanz des Unternehmens ist 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Produktionssteigerungen jedoch um 4,6 Prozent auf 9,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gestiegen. Die CO2-Intensität pro Tonne produzierter Schokolade konnte mit Effizienzmassnahmen hingegen leicht gesenkt werden. Zudem betreibt Barry Callebaut derzeit 14 seiner insgesamt 59 Fabriken vollständig mit erneuerbarer Energie. hs

Zurück zur Übersicht