Fortschritt soll Grundwerte respektieren

Zürich - Schweizer stehen trotz einer hohen Fortschrittlichkeit ihres Landes weiterem Fortschritt sehr aufgeschlossen gegenüber. Dieser dürfe jedoch keinesfalls die Grundwerte der Schweiz gefährden. Dies zeigt das neue Fortschrittsbarometer der Credit Suisse.

Die „Credit Suisse-Barometer-Familie“ hat zum 200. Geburtstag des Gründervaters der Grossbank, Alfred Escher, ein neues Mitglied bekommen, informiert die Credit Suisse in einer Mitteilung. Das Fortschrittsbarometer soll „die Fortschrittsfähigkeit und Fortschrittswilligkeit der Schweiz in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik anhand einer Befragung von über 2800 Stimmberechtigten und 300 Meinungsführenden“ ermitteln, heisst es dort.

Den Ergebnissen der ersten Erhebung des Barometers zufolge stehen Schweizerinnen und Schweizer Fortschritten insbesondere dann aufgeschlossen gegenüber, wenn sie zur Standortattraktivität der Schweiz beitragen. Am stärksten setzen sie sich jedoch für Fortschritte im gesellschaftlichen Bereich ein, zum Beispiel bei Fragen der Gleichberechtigung. Gleichzeitig herrscht jedoch die Auffassung vor, dass Schweizer Grundwerte wie das Milizmodell, die Medienvielfalt, die konsensorientierte Politik und Arbeit und Wertschöpfung vor Ort nicht beeinträchtigt werden dürften.

„Das Fortschrittsbarometer zeigt, dass mutige Ideen und Unternehmergeist in der Schweiz auch heute noch gefragt sind“, wird Didier Denat, Leiter Corporate & Investment Banking Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Als eine der wichtigsten Erkenntnisse des Barometers wird in der Mitteilung denn auch der Wunsch nach weiterem Fortschritt im Bereich Digitalisierung thematisiert. Zudem sprachen sich die Befragten mehrheitlich für höhere Investitionen in Forschung und lebenslanges Lernen aus.

Als „Fortschrittsthema schlechthin“ habe sich in der Umfrage der Ausbau des Untergrundverkehrs erwiesen. Hier wollten sowohl Stimmbevölkerung als auch Meinungsführende „am stärksten vorwärts machen“, schreiben die Analysten in der Mitteilung. Kritisch stehen die Befragten hingegen der Verlegung von Arbeitsplätzen ins Ausland und dem Rückgang unabhängiger Medien gegenüber. hs

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