Cyberrisiken bilden Hauptgefahr

Wallisellen ZH - Im aktuellen Allianz Risk Barometer bilden Cybervorfälle erstmals das bedrohlichste Geschäftsrisiko für Unternehmen in der Schweiz und weltweit. Der letztjährige Spitzenreiter Betriebsunterbrechung folgt auf dem zweiten Platz.

Für das Allianz Risk Barometer 2020 hat der Versicherungskonzern mehr als 2700 Experten in über 100 Ländern befragt, informiert Allianz Suisse in der Mitteilung zum aktuellen Barometer. In der Schweiz und weltweit haben dabei Cyberrisiken erstmals den bisherigen Spitzenreiter Betriebsunterbrechung vom ersten Platz verdrängt. In der Schweiz wurden Cyberrisiken von 57 Prozent der insgesamt rund 60 befragten Experten als wichtigstes Risiko genannt. Das Risiko Betriebsunterbrechung brachte es auf 56 Prozent, auf dem dritten Platz folgten die Sorgen vor rechtlichen Veränderungen im Wirtschaftsumfeld, beispielsweise durch Handelskonflikte.

„Cyberangriffe können immer und überall erfolgen“, wird Carlos Casian, Cyberrisk-Experte der Allianz Suisse, in der Mitteilung zitiert. „Unternehmen jeder Grösse tun gut daran, sich gegen die neuen Risiken zu schützen.“  Derzeit seien Cyberversicherungen trotz zweistelliger Wachstumsraten immer noch ein Nischenprodukt, meint Casian. „Das wird sich in den kommenden Jahren sicherlich ändern.“ Weltweit wurden IT-Gefahren von 39 Prozent der befragten Experten als grösstes Risiko eingestuft. Die Gefahr einer Betriebsunterbrechung folgt mit 37 Prozent wie in der Schweiz auch weltweit auf dem zweiten Platz.

Mit 11 Prozent Nennungen hat es die Gefahr von Produktrückrufen, Qualitätsmängeln und Serienfehlern im aktuellen Barometer neu in die Gruppe der zehn grössten Gefahren für Unternehmen in der Schweiz geschafft. Die Angst vor Naturkatastrophen fiel hingegen vom dritten Platz 2019 aktuell auf den neunten Platz zurück. hs

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