Nach der Ablehnung der Unternehmenssteuerreform in diesem Frühjahr werden die Karten neu gemischt. Das Volk hatte die für unseren Wirtschaftsstandort existentielle Vorlage abgelehnt, als Argumente wurden unter anderem angeführt, dass ein Ausgleich fehle oder „das Fuder überladen“ sei.

In den kommenden Wochen wird nun die Vernehmlassung zum neuen Projekt, der Steuervorlage 17, stattfinden. Wenngleich das Verdikt der Stimmbevölkerung zu akzeptieren ist, ist am Ziel festzuhalten, damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sowie unseres Wirtschaftsstandorts zu erhalten. Die bis anhin vom Bundesrat kommunizierten Eckwerte lassen jedoch befürchten, dass der Kanton Zürich zu den grossen Verlierern gehören wird, wenn es nicht gelingt, noch massgebliche Verbesserungen zu erzielen. So ist unter anderem die für bedeutende Unternehmen mit Sitz im Kanton Zürich relevante sogenannte zinsbereinigte Gewinnsteuer aus dem Paket entfernt worden.

Mit dem Ziel, einen Beitrag in der nun anstehenden politischen Debatte und zur Verbesserung der Positionierung des Kantons Zürichs in dieser zu leisten, hat die ZHK mit dem Beratungsunternehmen PWC die dafür relevanten Daten bei betroffenen Unternehmen erhoben. Sie zeigen auf, dass ein Instrument wie die erwähnte zinsbereinigte Gewinnsteuer oder neu ein „Abzug für sichere Finanzierung“ sehr wohl darüber entscheiden kann, ob ein Unternehmen hier seinen Sitz hat oder nicht, respektive entsprechende Steuereinnahmen für den Kanton generiert werden können oder ob diese drohen wegzufallen. Die Details der Untersuchung finden sich auf unserer Website oder erfahren Sie am Lunch Talk vom 2. Oktober.

Ein geschwächter Zürcher Wirtschaftsstandort ist in niemandes Interesse. Als grösster Nettozahler in den nationalen Finanzausgleich trägt Zürich wesentlich dazu bei, dass alle Kantone am Erfolg einer gesunden Wirtschaft teilhaben können. Die ZHK wird sich deshalb in den kommenden Monaten dafür einsetzen, Verbündete in anderen Kantonen und Verbänden zu finden, welche die Anliegen des Kantons Zürichs mitunterstützen. Damit Zürich nicht zum Verlierer wird.

Kommentar von Regine Sauter, 29. August 2017

 

29.08.2017 | 255 Aufrufe