US-Steuerreform brockt Credit Suisse Verlust ein

Zürich - Eine Wertberichtigung auf US-Steuergutschriften hat der Credit Suisse 2017 einen Verlust von knapp 1 Milliarde Franken beschert. Um diesen Sonderfaktor bereinigt stiegen die Gewinne der Zürcher Grossbank dagegen gegenüber 2016 deutlich an.

Einer Mitteilung der Credit Suisse zufolge muss die Zürcher Bankengruppe für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Reinverlust von 983 Millionen Franken ausweisen. Hintergrund ist die Steuerreform in den USA, bei der latente Steuern neu beurteilt worden waren. Es sei jedoch wahrscheinlich, „dass die Gruppe im Jahr 2018 nicht dieser alternativen Steuerregelung unterliegen wird“, schreibt Credit Suisse in der Mitteilung. 

Unter Ausklammerung dieses Sondereffekts blickt die Zürcher Grossbank in ihrem operativen Geschäft dagegen auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. So stieg der bereinigte Nettoertrag der Credit Suisse im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 20,9 Milliarden Franken an. Als Vorsteuergewinn konnten 1,8 Milliarden Franken ausgewiesen werden, während 2016 noch ein Vorsteuerverlust von 2,3 Milliarden Franken angefallen war. 

Gleichzeitig konnte die Bankengruppe ihre Kosten gegenüber 2016 um 6 Prozent reduzieren. Als bereinigte operative Kostenbasis wurden 2017 insgesamt 17,7 Milliarden Franken verbucht. Die verwalteten Kundenvermögen im Vermögensverwaltungsgeschäft wuchsen um 13 Prozent auf 772 Milliarden Franken an. 

„2017 war für die Umsetzung unseres dreijährigen Restrukturierungsplans ein entscheidendes Jahr“, wird Credit Suisse-CEO Tidjane Thiam in der Mitteilung zitiert. „Aufbauend auf der tiefgreifenden Restrukturierung und Reorganisation im Jahr 2016 haben wir 2017 unter Beweis gestellt, dass unsere neue Struktur effektiv ist und sich unsere im Jahr 2015 definierte Strategie bewährt hat.“ hs 

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