Neutronenbilder helfen bei Produktionssteigerung

Wettingen AG - Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) und Ingenieure von ABB haben ein vom PSI entwickeltes Bildgebungsverfahren zur Prozessoptimierung genutzt. Die Neutronenbilder gaben Aufschluss über die maximal zulässige Zahl von Keramikbauteilen in einem Brennvorgang.

Am ABB-Standort in Wettingen werden sogenannte Varistoren hergestellt, informiert das PSI in der entsprechenden Mitteilung. Darunter werden gebrannte spannungsabhängige elektrische Widerstände aus Keramik verstanden, die beispielsweise in Übertragungsleitungen für Strom eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit dem PSI hat ABB nun geprüft, wie viele Varistoren gleichzeitig in einem Brennvorgang hergestellt werden können, ohne dass die Qualität der einzelnen Keramikbauteile leidet. 

„Mithilfe unserer Neutronenbilder von verschiedenen Varistoren aus speziellen Versuchsreihen konnten wir diese Frage fundiert beantworten“, wird PSI-Forscher Christian Grünzweig in der Mitteilung zitiert. Die Neutronenbilder machen den Wasserstoff sichtbar, der im Binder für die Keramikpulvermixtur enthalten ist. „Unsere Neutronenbilder konnten sichtbar machen, wie gut und wie gleichmässig das Ausbrennen des Binders funktioniert“, erläutert David Mannes, der zusammen mit Grünzweig am PSI forscht. Auf diese Weise konnte die zulässige Belastung des Ofens eindeutig ermittelt werden.

Das Projekt hat vom Hightech Zentrum Aargau im Rahmen der Innovationsförderung für Aargauer Unternehmen eine Unterstützung in Höhe von 20.000 Franken bekommen. „Für das Projekt haben sich das PSI, die ABB und das Hightech Zentrum zusammengefunden", erklärt Grünzweig. „Damit können wir wirklich mal die ‚Power of Aargau‘ zeigen.“ Die Ergebnisse der Studie sollen in eine wissenschaftliche Publikation münden. hs

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